Potsdam : Erinnerung und Mahnung

Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) und Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke (r) an den Gedenkstelen.
Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) und Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke (r) an den Gedenkstelen.

Zentraler Ort zum Trauern für Angehörige und Kollegen von getöteten Polizisten in Potsdam eingeweiht.

prignitzer.de von
08. November 2018, 05:00 Uhr

Ein 60 Meter langer gewundener Weg führt zu den Gedenkstelen: In Potsdam ist auf dem Gelände des Polizeipräsidiums die neue Gedenkstätte für die im Dienst getöteten Polizisten eingeweiht worden. Die „Stätte der Erinnerung und Mahnung“ soll für Angehörige und Kollegen ein zentraler Ort zum Trauern und Gedenken sein, wie die Polizei mitteilte. „Der Polizeialltag ist nicht friedlicher geworden“, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) vor den Angehörigen von vier im Dienst getöteten Beamten. Das müssten Polizisten immer häufiger erleben, so Schröter weiter.

Neben einer über zwei Meter hohen Stele stehen drei kleinere – mit den Namen der vier getöteten Beamten darauf. Der Potsdamer Polizist Martin Heinze ist im August 1995 im Alter von 46 Jahren bei der Verfolgung eines flüchtenden Einbrechers von diesem erstochen worden. Sein Mörder ist zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden. Eine weitere Stele ist dem Beamten Steffen Meyer gewidmet, der im November 2009 mit 46 Jahren von einem Autodieb erstochen wurde. Der Täter wurde bis heute nicht gefunden.

Die Polizisten Torsten Krautz (52) und Torsten Paul (49) schließlich, deren Namen auf der dritten Stele stehen, sind im Februar 2017 von einem flüchtenden Gewaltverbrecher an einer Kontrollstelle in Oegeln (Landkreis Oder-Spree) überfahren worden. Die beiden Männer waren sofort tot. Der Täter wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

„Mit dem heutigen Tag hat unser aller Trauer einen würdigen Ort“, sagte Brandenburgs Innenminister. Gemeinsam mit Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke legte Schröter einen Kranz nieder. Unter den Anwesenden waren auch Familienangehörige und Vertreter von Ministerien, Polizei und Bundeswehr.

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