Durchsichtiges Gewimmel im See : Fischer setzen Glasaale aus

Junge Glasaale werden per Kescher in einem Wassereimer auf dem Areal der Fischerei Köllnitz gesetzt.
Junge Glasaale werden per Kescher in einem Wassereimer auf dem Areal der Fischerei Köllnitz gesetzt.

45 000 Jungfische sollen zur langfristigen Bestandssicherung beitragen

prignitzer.de von
16. März 2019, 05:00 Uhr

An der Groß Schauener Seenkette bei Storkow sind gestern rund 45 000 Glasaale ausgesetzt worden. Gemeinsam mit Umwelt- und Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) ließen Fischer und Angler die kleinen Aale ins Wasser. Finanziert wird der Besatz von der Fischerei Köllnitz aus Storkow, die damit nach eigenen Angaben einen Beitrag zur Bestandssicherung des Europäischen Aals leisten will.

Geboren in der Sargassosee im Atlantik, brauchten die Aale mit Hilfe des Golfstroms drei Jahre für die Überquerung zu den europäischen Küsten. Dort werden sie jedes Jahr abgefischt und ins europäische Binnenland gebracht, erklärte Klaus Piesker, Vizepräsident des Landesanglerverbandes Brandenburg.

Die kleinen durchsichtigen Aale sind nach Angaben des Landesanglerverbandes zirka sieben Zentimeter groß und wiegen 0,3 Gramm. Was genau bei der Fortpflanzung passiere, sei immer noch ein Rätsel, so Piesker. Das mache den Fisch so faszinierend. Aale laichen in der Sargassosee in etwa 500 Meter Tiefe.

Bereits in den vergangenen Wochen hatten Berufsfischer und Angler von Prenzlau im Norden Brandenburgs bis nach Bad Liebenwerda im Süden vier Millionen Glasaale in Gewässer entlassen, wie es vom Landesanglerverband hieß. Der Aalbesatz wird unter anderem auch aus der Fischereiabgabe und aus Förderprogrammen der Europäischen Union und des Landes Brandenburg finanziert.

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