Potsdam : In zwei Phasen fünf Fliegerbomben entschärft

Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelräumdienst und sein Team haben in Potsdam bei der Bombenentschärfung einmal mehr einen hervorragenden Job gemacht.
Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelräumdienst und sein Team haben in Potsdam bei der Bombenentschärfung einmal mehr einen hervorragenden Job gemacht.

Damit wurden in Potsdam seit 1990 mittlerweile 201 Blindgänger unschädlich gemacht.

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19. September 2019, 05:00 Uhr

Fünf Weltkriegsbomben sind gestern in Potsdam entschärft worden. In der ersten Phase wurden bis etwa 12.30 Uhr am Fundort zwischen Michendorfer Chaussee und Templiner Straße drei Blindgänger unschädlich gemacht. In Phase zwei wurden bis 15.45 Uhr zwei weitere US-Fliegerbomben in einem unbewohnten Waldstück in Potsdam entschärft. „Und wieder einmal hat es unser Sprengmeister Mike Schwitzke mit seinem Team geschafft. Gleich fünf Bomben auf einen Streich zu entschärfen, ist rekordverdächtig. Ich freue mich und bin erleichtert, dass auch dieses Mal wieder alles glatt ging. Mein Dank geht auch an alle Helferinnen und Helfer bei der Stadt, der Polizei, der Feuerwehr und den Hilfsorganisationen. Ich danke auch allen Bürgerinnen und Bürgern von Potsdam, die wieder einmal eine Evakuierung mitmachen mussten“, teilte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) mit.

Für die erste Phase der Entschärfungen mussten nach Angaben einer Sprecherin der Stadt 800 Anwohner am Morgen ihre Wohnungen verlassen. In dem Sperrkreis von 800 Metern um den Fundort lagen demnach Sportplätze, mehrere Mehr- und Einfamilienhäuser sowie eine Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen. Während der Sperrung konnten sich Anwohner in einem Gasthaus aufhalten. Für die zweite Phase wurde das Waldgebiet um den Fundort abgesperrt, hier mussten jedoch keine Gebäude evakuiert werden.

Die Insel Hermannswerder war ab 8.15 Uhr nicht mit dem Auto oder Bussen erreichbar. Fußgänger konnten die Fähre nutzen, die an diesem Tag nach Bedarf fuhr. Einschränkungen für den Verkehr gab es auch in der Templiner Straße. Von den Sperrungen betroffen waren auch zwei Buslinien.

Die fünf je 250 Kilogramm schweren Blindgänger waren vergangene Woche bei einer systematischen Kampfmittelsuche entlang der Michendorfer Chaussee gefunden worden. Es handelte sich nach Angaben der Stadt um US-Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Blindgänger sind die Weltkriegssprengkörper 197 bis 201, die seit 1990 in Potsdam entschärft wurden. Gezählt werden Weltkriegsbomben mit einem Gewicht ab 100 Kilogramm.

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