Kabel-TV auf digital umstellen

Mit der Umstellung auf digitales Kabel-TV wird in Brandenburg jetzt im November begonnen.
Mit der Umstellung auf digitales Kabel-TV wird in Brandenburg jetzt im November begonnen.

In Brandenburg beginnt im November die Abschaltung des analogen Empfangs. Verbraucherzentrale gibt Tipps.

prignitzer.de von
03. November 2018, 05:00 Uhr

Mehr Programme, eine bessere Bild- und Tonqualität – das verspricht das digitale Kabelfernsehen. Ab November wird es in Brandenburg und Berlin eingeführt. Wer sein Fernsehsignal noch analog per Kabel bekommt, der muss ab jetzt umstellen. In Brandenburg und Berlin wird das analoge Kabelfernsehen ab November schrittweise durch digitales Kabelfernsehen (DAB-C) abgelöst. Hintergrund ist, dass das analoge TV einen großen Teil des Frequenzspektrums im Kabel beansprucht. Durch den Umstieg auf digitales Fernsehen wird Platz frei für andere Angebote.

Nach Angaben der Medienanstalt Berlin-Brandenburg nutzen mit Stand von September 2015 bereits mehr als 70 Prozent der Kabelhaushalte das sogenannte DVB-C – also das digitale Kabel-TV. Die Umstellung bezieht sich also nur auf einen kleinen Teil der Fernsehzuschauer. „Ob man betroffen ist, zeigt ein einfacher Test“, sagt Michele Scherer, Expertin Digitale Welt bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Wer sein Fernsehen über Kabel empfängt und derzeit etwa 32 Programme ohne den Zusatz ,HD’ in der Senderliste hat, schaut sehr wahrscheinlich noch analog.“ Wer einen neueren Fernseher besitzt oder einen Digital-Receiver nutzt, muss keine neuen Geräte anschaffen. „Dann muss man nur im Menü des Fernsehers die Empfangsquelle von analog auf digital umstellen“, erklärt Scherer.

Besitzer von älteren TV-Geräten müssen allerdings nachrüsten, wenn ihr Fernseher nicht DVB-C-fähig ist oder sie keinen entsprechenden Receiver haben. Verbraucher benötigen dann einen DVB-C-Kabelreceiver, der laut Verbraucherzentrale etwa 40 bis 50 Euro kostet. Dieser wird zwischen TV-Gerät und Kabeldose angeschlossen. „Verbraucher, die noch einen alten Röhrenfernseher nutzen, können zwar in vielen Fällen auch nachrüsten, sollten die Umstellung aber zum Anlass nehmen, über eine Neuanschaffung nachzudenken“, rät Scherer. Denn nicht nur die Bildqualität ist bei neuen Fernsehern deutlich besser, sondern man spart auch beim Energieverbrauch.

Betroffene können auch gänzlich vom Kabel auf einen anderen Fernsehempfang umsteigen. „Alternativ zum Kabel kann man Fernsehen beispielsweise per Antenne oder Satellit empfangen oder via Internet mit IPTV oder Streamingdiensten“, so die Verbraucherschützerin.

Ein neuer Vertrag mit dem Kabelanbieter ist durch die Abschaltung des analogen Signals nicht notwendig. „Etwas anderes kann nur gelten, falls im Vertrag ganz explizit eine analoge Verbreitung vereinbart wurde. Dies ist aber meist nicht der Fall“, betont die Expertin. Weiter empfiehlt sie: „Verbraucher sollten daher skeptisch sein, wenn ihnen ein sogenannter Medienberater zu einem neuen Vertrag rät und sich im Zweifelsfall vor einem Vertragsschluss durch die örtliche Verbraucherzentrale beraten lassen.“

Auch die Abschaltung des analogen Radios ist geplant. Betroffen sind davon alle Verbraucher, die ihr Radiogerät direkt an die Kabel-Dose angeschlossen haben. „Wir raten Verbrauchern, sich über die Seite www.digitaleskabel.de oder direkt über ihren Kabelanbieter über Abschalttermine auf dem Laufenden zu halten“, so Scherer.

Diese ersten Umstell-Termine für Brandenburg stehen fest: Am 5. November schaltet die Telekom in Potsdam, Kleinmachnow und Stahnsdorf sowohl analogen TV- als auch Radio-Empfang ab.

Am 6. November schaltet Vodafone in Schöneiche und am 20. November in Ahrensfelde, Eichenwalde, Hoppegarten, Panketal, Zepernick Zeuthen und in Teilen von Schönefeld analoges TV und Radio ab. Unter www.digitaleskabel.de sowie bei den jeweiligen Kabel-Anbietern können  weitere Termine sowie Informationen rund um die Umstellung in Erfahrung gebracht werden.

Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Empfangsarten hat die Verbraucherzentrale unter www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/node/23763 zusammengefasst.

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