Feuerwehren in der Prignitz : Kommunen erwarten vom Land konkrete Hilfen

Die freiwillige Feuerwehr soll in der Prignitz nun auch finanziell besser unterstützt werden.  Fotos:
Die freiwillige Feuerwehr soll in der Prignitz nun auch finanziell besser unterstützt werden. Fotos:

Freiwillige Feuerwehren sollen finanziell besser unterstützt werden.

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18. Oktober 2018, 11:59 Uhr

Grundsätzlich begrüßen Bürgermeister und Amtsdirektoren Pläne der Landesregierung, freiwillige Feuerwehren finanziell besser zu unterstützen. Oliver Hermann, Vorsitzender der Kreisarbeitsgemeinschaft Prignitz (KAG), nannte als ein Beispiel die angekündigte Feuerwehrprämie.

Eine finanzielle Entschädigung für langjährige Kameraden sei in jedem Fall eine Anerkennung, so Hermann. Das habe die KAG auch der Linksfraktion auf ihrer Klausurtagung vergangene Woche in Wittenberge signalisiert. Die Linke hatte angekündigt, die Prämie im nächsten Jahr einführen zu wollen. „Aber bitte nicht unter Beteiligung der Kommunen“, bezog sich Hermann auf unseren gestrigen Artikel. In diesem Punkt seien sich KAG und die Fraktion bei den Gesprächen einig gewesen, betont er und zeigte sich irritiert über Äußerungen des Abgeordneten Thomas Domres. Der hatte im Pressegespräch eine Beteiligung der Kommunen erwähnt.

Zugleich machte Hermann deutlich, dass die Prämie aus Sicht der Kameraden nicht das wichtigste sei. Andere Fragen seien drängender. Zum Beispiel die Entlastung der Wehren von nicht typischen Einsätzen. Dazu zählt das Beseitigen einer Ölspur. Zuständig ist der jeweilige Straßenbaulastträger, aber in der Regel werden Feuerwehren alarmiert. Diesen Sachverhalt hatte auch der Kreisfeuerwehrverband Prignitz mehrfach angesprochen.

Ähnlich verhalte es sich bei Türnotöffnungen oder Tragehilfen. Gerufen werde die Feuerwehr, zuständig sei sie primär aber nicht, ergänzte Hermann. „Dafür brauchen wir Lösungen“, sagte er.

Die vom Land ebenfalls in Aussicht gestellte Unterstützung für das Erlangen eines Feuerwehrführerscheins oder die Unterstützung hauptamtlicher Kameraden ziele ebenfalls in die richtige Richtung. „Alles, was die Einsatzbereitschaft und die Zahl der aktiven Kameraden verbessert, hilft uns in den kommenden Jahren.“ Wittenberge habe beispielsweise drei Gerätewarte. Wenn die Stadt für ihre Anstellung einen finanziellen Zuschuss erhalten würde, wäre das eine tolle Sache.

Wenn das Brand- und Katastrophenschutzgesetz überarbeitet wird, müsse auch über die Ausstattung der Wehren gesprochen werden. Die vielen Waldbrände hätten gezeigt, dass es Nachholbedarf gebe.

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