Brandenburg : Land beschäftigt 3100 Schwerbehinderte

prignitzer.de von
10. Januar 2019, 06:52 Uhr

In der Brandenburger Landesverwaltung arbeiteten 2017 rund 3100 Menschen, die schwerbehindert oder Schwerbehinderten gleichgestellt waren. Das entsprach 6,0 Prozent aller beim Land Beschäftigten und lag damit über der bundesgesetzlich vorgegebenen Quote von fünf Prozent. Allerdings waren 2016 noch 6,1 Prozent Schwerbehinderte beim Land beschäftigt, der Anteil sank also um 0,1 Prozent.

Über diese Zahlen unterrichtete Sozialministerin Susanna Karawanskij (Linke) das Kabinett und sagte: „Viele Menschen mit Behinderungen sind gut ausgebildet und hoch motiviert. Ich kann nur jeden Arbeitgeber und jede Arbeitgeberin ermutigen, bei der Fachkräftesuche auch Menschen mit Behinderungen eine Chance zu geben.“

In Deutschland sind private und öffentliche Arbeitgeber mit mindestens 20 Beschäftigten gesetzlich verpflichtet, mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten Menschen zu besetzen. Wer diese Quote nicht erfüllt, muss eine monatliche Ausgleichsabgabe zahlen.

In Brandenburg summieren sich diese Ausgleichsabgaben jährlich auf rund zwölf bis 14 Millionen Euro. Davon werden Betriebe bei der Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung unterstützt.

Wegen ihrer Vorbildfunktion gegenüber der freien Wirtschaft hatte sich die Landesregierung vor zwei Jahren das Ziel gesetzt, bis 2021 die Beschäftigungsquote auf 6,5 Prozent zu steigern. Das Sozialministerium unterrichtet das Kabinett  alle zwei Jahre zur Beschäftigung von Schwerbehinderten  in der Landesverwaltung.

Im Land leben derzeit rund 118 000 Menschen mit Schwerbehinderungen im erwerbsfähigen Alter. Rund 11 500 sind in speziellen Werkstätten beschäftigt. Aktuell sind rund 4400 schwerbehinderte Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 5,6 Prozent aller Arbeitslosen in Brandenburg.

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