zur Navigation springen

Handwerker lösen die Schüler ab : Sanierte Schulen nach den Ferien

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ruhiger wird es in vielen Schulen auch im Sommer nicht werden – Den Schülern folgen die Handwerker.

Während der Sommerferien wird in vielen Brandenburger Schulen gewerkelt. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zwar sind in den Gebäuden, wenn erforderlich, das ganze Jahr über Handwerker tätig. „Einzelne Maßnahmen sind in den Sommerferien aber besonders sinnvoll“, sagte Potsdams Pressesprecher Markus Klier.

Dazu zählten die die Trinkwassersanierung an der Sporthalle der Schule im Kirchsteigfeld, die Umnutzung und Sanierung von Räumen in der Weidenhof-Grundschule am Schlaatz sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Raumakustik und die Erneuerung der Elektroanlage an der Schule im Humboldtring.

In den vergangenen Jahren flossen Klier zufolge mehrere 100 Millionen Euro in die Sanierung Potsdamer Schulen. „Größere Baumaßnahmen betreffen immer wieder den Brandschutz, die Trinkwasserqualität und den Arbeitsschutz.“ Für Arbeiten, die geplant über das Ferienende hinausgehen, gebe es Absprachen mit den Schulleitungen, um den störungsfreien Betrieb nicht zu gefährden.

Auch Cottbus nutzt grundsätzlich die Sommerferien, um Maßnahmen der Bau-, Instand- und Werterhaltung ohne Zusatzbelastung für Schüler und Lehrer durchzuführen. So würden die Nebengebäude der Grundschule Dissenchen für rund 20 000 Euro saniert, teilte eine Stadtsprecherin mit. Etwa 100 000 Euro fließen nach ihren Angaben in Fußboden-, Fliesenleger-, Maler-, Tischler- und Schlosserarbeiten an verschiedenen städtischen Schulen und Turnhallen.

Gestützt durch Förderprogramme von Land und Bund habe Cottbus in diesem Jahr mit der energetischen Sanierung der Astrid-Lindgren- Grundschule begonnen. Dafür sowie für einen Anbau und Freianlagen stünden sieben Millionen Euro zur Verfügung. Es gebe auch Bauvorhaben, etwa an der Theodor-Fontane-Gesamtschule, deren Realisierung in Abstimmung mit der Schulleitung von Anfang an unter Schulbetrieb geplant worden sei. „Die komplexen Maßnahmen nehmen einen längeren Umsetzungszeitraum in Anspruch“, so die Sprecherin.

Der Landkreis Oberhavel als Träger von sechs Gymnasien, drei Gesamtschulen, fünf Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt und zwei Oberstufenzentren stellt sich auf steigende Schülerzahlen ein. „Dafür investieren wir umfassend in den Neu- und Umbau von Schulen“, sagte Kreissprecherin Constanze Gatzke. So werde in Hennigsdorf seit 2016 die Regenbogenschule für rund 5,72 Millionen Euro neu errichtet, die Torhorst-Gesamtschule in Oranienburg erhalte für rund 15,8 Millionen Euro einen Anbau, werde umfassend saniert und um eine Dreifeld-Sporthalle mit Außensportanlagen erweitert.

In den Sommerferien würden an der Torhorst-Gesamtschule in Vorbereitung der anstehenden großen Baumaßnahmen Flucht- und Rettungswege neu strukturiert sowie Ver- und Entsorgungsleitungen getrennt und umverlegt. Die Aufwendungen für Investition sind laut Gatzke in den Vorjahren konstant im siebenstelligen Bereich geblieben - 2017 lägen sie bei 3,3 Millionen Euro.

Während das neue Beachvolleyballfeld am Oberstufenzentrum Werder/Havel noch vor Ende der Sommerferien fertig sein soll, wird im Landkreis Potsdam-Mittelmark die Küchensanierung am Fläming-Gymnasium in Bad Belzig wohl erst im Herbst beendet sein. Wie ein Kreissprecher informierte, wird in den Sommerferien ein zweites Lüftungsaggregat auf dem Dach installiert. Die Gesamtsanierungskosten für die Einrichtung beliefen sich auf rund 250 000 Euro.  

zur Startseite

von
erstellt am 19.Jun.2017 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen