Brandenburg : Tausende Agrarfachleute nötig

Studie zeigt wachsenden Bedarf im Land / Branche muss reagieren

prignitzer.de von
30. November 2018, 11:12 Uhr

Brandenburgs Landwirtschaft fehlen künftig Fachkräfte. Zu diesem Ergebnis kommt die gestern vorgestellte Studie „Fachkräftebedarf in der Landwirtschaft im Land Brandenburg bis 2030“.

Aktuell sind im Land 39 000 Personen in einem der 5400 Agrarbetriebe tätig. Bis 2030 müssen 20 000 Personen ersetzt werden. Jeweils hälftig scheiden 10 000 Personen alters- oder fluktuationsbedingt aus. 4700 neue Mitarbeiter können durch Ausbildung gewonnen werden.

Auch bei Betriebsleitern besteht Grund zur Sorge. Von den Haupterwerbsbetrieben gaben 22 Prozent an, dass in den nächsten fünf Jahren eine Betriebsnachfolge ansteht.

„Als Land fördern und unterstützen wir die Agrarausbildung, um so auch einen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unserer ländlich geprägten Regionen zu leisten“, sagte Agrarstaatssekretärin Carolin Schilde. „Die Sicherung des beruflichen Nachwuchses und der fachlichen Qualität in den Grünen Berufen ist für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, den Erfolg der Betriebe und Unternehmen sowie die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der ländlichen Räume entscheidend.“

In erster Linie sei der Berufsstand gefragt, ein modernes Bild von der Arbeit zu zeichnen. Patenschaften mit Kitas und Schulen, Tage der offenen Tür wie die Brandenburger Landpartie oder Brandenburgs Landwirtschaftsausstellung bildeten Chancen, mit jungen Leuten, deren Eltern und Erziehern ins Gespräch zu kommen, so Schilde. „Früher hatte jede Familie einen Bauern unter der Verwandtschaft, heute wissen viele nicht, dass es in diesem Berufsfeld interessante Herausforderungen gibt, sei es in der Arbeit mit Tieren oder beim Einsatz moderner Technik auf dem Feld.“.

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