Potsdam : Tod in der Gefängniszelle

In der JVA Potsdam wurde ein Mord beobachtet: Die Kommissarinnen Sophie (Katrin Jaehne, l.) und Luna (Caroline Erikson, M.) befragen Stefan Gröber (Christopher Fliether, r.), der die Insassen mit Lebensmitteln versorgt und dessen Lieferwagen mitten in der Nacht auf dem Gefängnishof gesehen wurde. Die „Soko Potsdam“ startet mit neuen Folgen
In der JVA Potsdam wurde ein Mord beobachtet: Die Kommissarinnen Sophie (Katrin Jaehne, l.) und Luna (Caroline Erikson, M.) befragen Stefan Gröber (Christopher Fliether, r.), der die Insassen mit Lebensmitteln versorgt und dessen Lieferwagen mitten in der Nacht auf dem Gefängnishof gesehen wurde. Die „Soko Potsdam“ startet mit neuen Folgen

Das ZDF startet am Montag mit zehn neuen Folgen der Krimiserie „Soko Potsdam“ im Vorabendprogramm.

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20. September 2019, 05:00 Uhr

Was für ein Glück, eine vertraute, enge Freundin aus Kindertagen zu haben, mit der man auch noch beruflich ein Team ist. Die jungen Kommissarinnen Luna Kunath (Caroline Erikson) und Sophie Pohle (Katrin Jaehne) kennen sich schon eine Ewigkeit und ermitteln gemeinsam bei der Potsdamer Mordkommission. In ihrem neuesten Fall haben sie es mit einem Toten in der Justizvollzugsanstalt (JVA) der Stadt zu tun. In dem Gefängnis sitzt auch Lunas Vater Harald (Dieter Landuris). Mit der Episode „Eine verhängnisvolle Affäre“ strahlt das ZDF am Montag (23. September, 18 Uhr) die erste von zehn Vorabendfolgen der Soko aus der Landeshauptstadt Brandenburgs aus.

Luna ist Single, hat ein flottes Mundwerk und einen blitzschnellen Verstand. Die junge Ermittlerin ist stark und kann sich durchsetzen. Ihre unbekümmerte Art hat allerdings einen Dämpfer bekommen, seit Lunas Vater im Gefängnis sitzt. Sie besucht ihn regelmäßig, hält ihn aber für einen Wichtigtuer und Gauner, der sich nie um die Familie gekümmert hat. Als die Kommissarin ihn wieder einmal in der JVA aufsucht, erzählt er der Tochter von einem Mord im Gefängnis, den er beobachtet haben will. Luna glaubt ihrem Vater nicht, denn es gibt weder eine Leiche noch einen Vermissten.

Lunas Partnerin Sophie, die eher ruhige und nachdenkliche Ermittlerin an ihrer Seite, will die Aussage von Lunas Vater nicht vorschnell abtun. Die Kommissarinnen befragen Stefan Gröber (Christopher Fliether), der die Gefängnisinsassen mit Lebensmitteln versorgt und dessen Lieferwagen Lunas Vater mitten in der Nacht auf dem Hof gesehen haben will.

Die Ermittlungen nehmen Fahrt auf, als bei der Mordkommission ein Anruf eingeht: Ein Gefangener der JVA wurde erhängt in seiner Zelle aufgefunden. Luna und Sophie glauben nicht an Selbstmord. Und sie haben recht, der Mann wurde ermordet. Unter Verdacht gerät Boris „Strahli“ Strahlkowski (Ralf Richter), der unter den Gefangenen den Ton angibt.

Wollte er einen Mitgefangenen loswerden, weil dieser keine illegalen Geschäfte im Knast für ihn erledigen wollte? Und was hat Lebensmittel-Lieferant Gröber mit dem Mord zu tun? Mehrere Hinweise bringen die beiden Ermittlerinnen auf eine Spur außerhalb der Gefängnismauern. Im kleinen brandenburgischen Ort Kotzen suchen sie nach Antworten. Ob der Mörder dort zu finden ist? Und wo ist die zweite Leiche, die Lunas Vater gesehen haben will?

Die Geschichte ist dicht erzählt. Regisseur Felix Ahrens verlässt sich auf seine beiden charismatischen Hauptfiguren: Luna, die hervorragende Ermittlerin, die sich durch ihre mitunter naive Art immer wieder in brenzlige Situationen bringt – überzeugend gespielt von Caroline Erikson. Und die besonnene Sophie -– verheiratet, ein Sohn, die sich nach Harmonie und Gerechtigkeit sehnt.

Als Ermittlerin ist das auch ihre Schwäche. Denn wenn es eng wird, neigt Sophie dazu, nicht vehement genug aufzutreten. Schauspielerin Katrin Jaehne überzeugt in der Rolle als reife, sensible Frau. Die beiden so unterschiedlich agierenden Kommissarinen gehen warmherzig und ehrlich miteinander um, was nicht bedeutet, dass es nicht auch mal knallt.

Unterstützt werden die beiden Frauen von Chef Bernhard Henschel (Michael Lott) und den Kollegen David Grünbaum (Omar El-Saeidi), Christoph Westermann (Hendrik von Bültzingslöwen), Spurensicherer Thomas Brandner (Yung No) und Rechtsmediziner Werner Vense (Bernd Stegemann). Das Team wirkt fast familiär, so dass in den verschiedenen Episoden neben den zu ermittelnden Fällen auch immer wieder private Geschichten eingebettet sind. Die beiden jungen Kommissarinnen bestimmen eindeutig das Team, der Chef bleibt der Mentor im Hintergrund – eine wohltuende Konstellation am Vorabend.

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