Gesundheit : 41 Organspender aus MV

Im OP-Saal: Bislang gilt in Deutschland die Zustimmungspflicht zur Organspende per Ausweis.
Im OP-Saal: Bislang gilt in Deutschland die Zustimmungspflicht zur Organspende per Ausweis.

Bereitschaft im Land über Schnitt. Zahlen bundesweit erstmals wieder gestiegen

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11. Januar 2019, 18:12 Uhr

Die Zahl der Organspender ist in Mecklenburg-Vorpommern und auch bundesweit im vergangenen Jahr gestiegen. Im Nordosten spendeten 41 Menschen nach ihrem Tod eines oder mehrere Organe für schwerkranke Patienten, wie die Deutsche Stiftung Organspende (DSO) gestern in Frankfurt am Main mitteilte. Im Jahr davor waren es 27 gewesen. 119 Organe wurden für Transplantationen entnommen nach 78 im Jahr davor.

Auch bundesweit nahmen die Zahlen zu – erstmals seit 2010, wie es hieß. 955 Menschen spendeten nach ihrem Tod 3113 Organe für die Transplantation. Das waren knapp 20 Prozent mehr als im Jahr davor. 2017 waren in Deutschland 797 Spendern Organe entnommen worden, das war der niedrigste Stand seit 20 Jahren.

Hohe Spendenbereitschaft in MV

Der aktuelle Wert entspricht 11,5 Spendern pro einer Million Einwohner. In Mecklenburg-Vorpommern liegt dieser Wert mit 25,6 mehr als doppelt so hoch. Während bundesweit die Zahl der Spender im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent stieg, betrug das Plus in Mecklenburg-Vorpommern fast 52 Prozent.

Aktuell stehen in Deutschland laut DSO rund 9400 Patienten auf den Wartelisten zur Organtransplantation. Den Angaben zufolge wurden bundesweit 3113 Organe über die europäische Vermittlungsstelle Eurotransplant an schwerkranke Patienten vermittelt. Es handelte sich um 1607 Nieren, 295 Herzen, 338 Lungen, 779 Lebern, 91 Bauchspeicheldrüsen und drei Dünndärme. „Die aktuelle Entwicklung bedeutet einen ersten Hoffnungsschimmer für die Patienten auf den Wartelisten“, erklärte der medizinische Vorstand der DSO, Axel Rahmel. Im neuen Jahr bleibe aber viel zu tun. Rahmel rief Krankenhäuser und Ärzte auf, das Thema Organspende und Transplantationen ernst zu nehmen. „Für jedes einzelne Organ lohnt es sich zu kämpfen“, erklärte er.

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