Mecklenburg-Vorpommern : Zoos wollen weiter exotische Tiere zeigen

 Die Tiergärten wollen auch weiterhin nicht heimische Tiere zeigen

 Die Tiergärten wollen auch weiterhin nicht heimische Tiere zeigen

Es liegen 15 Anträge für Ausnahmegenehmigungen von der EU-Verordnung zum Schutz invasiver gebietsfremder Arten vor.

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08. November 2019, 14:05 Uhr

Die Tiergärten in Mecklenburg-Vorpommern verzeichneten 2019 einen großen Gästeandrang und wollen Besuchern weiterhin auch nicht heimische Tiere zeigen. Wie Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Freitag auf dem Landeszootag sagte, liegen 15 Anträge für Ausnahmegenehmigungen von der EU-Verordnung zum Schutz invasiver gebietsfremder Arten vor. „Es kann nicht jeder nach Afrika fliegen und es will auch nicht jeder“, sagte Backhaus im Müritzeum.

Wer Klimaschutz und Artenschutz ernst nehme, müsse artgerechte Haltung in Zoos unterstützen.

Erlebnis lebender Tiere sei unersetzlich

Nach Angaben des Stralsunder Tierparkleiters Christoph Langner, Vizechef des Landeszooverbandes, zählten die landesweit mehr als 30 Einrichtungen trotz der Hitze 2018 und 2019 jeweils mehr als drei Millionen Gäste - etwa 200 000 Besucher mehr als in anderen Durchschnittsjahren. Ein Grund sei die hohe Touristenzahl im Nordosten.

Für modernere Präsentation und Vernetzung wollen die Zoos die Digitalisierung stärker nutzen. „Es geht uns mehr um bessere Information im Vorfeld als ums Bezahlen per Handy“, sagte Langner. In Tiergärten sollten Menschen entschleunigen, das Mobiltelefon auch mal ausschalten. „Dort muss man auch einen Löwen brüllen hören oder den Raubkatzengeruch wahrnehmen können.“ Das Erlebnis lebender Tiere sei unersetzlich: „Wir wollen keine Hologramme von Tieren zeigen.“ Backhaus kündigte an, dass vor allem die Museumspädagogik weiter ausgebaut werden soll. „Zoos sind ganz oben auf der Beliebtheitsskala, vor allem bei Familien“, sagte der Minister.  

Derzeit entsteht in Sassnitz ein ganz neuer Tiergarten und in Grimmen (Vorpommern-Rügen) wird an einer Erneuerung des Heimattierparks gearbeitet. Zudem erarbeiten die beiden größten Anlagen, die Zoos in Rostock und Schwerin, neue „Masterpläne“, wie sich die Einrichtungen in den nächsten 10 bis 15 Jahren entwickeln.

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