16 Objekte durchsucht : Nach Razzien im Norden Haftbefehl gegen 24-Jährigen erlassen

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Allen drei wird Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgehalten, geprüft wird aber auch, ob ein Verdacht auf Terrorfinanzierung vorliegt.

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12. September 2019, 17:46 Uhr

Der Ermittlungsrichter in Flensburg hat nach den Razzien in drei norddeutschen Bundesländern gegen einen dritten Mann Haftbefehl wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung erlassen. Es handle sich um einen 24 Jahre alten Mann aus Syrien, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Mittwoch 16 Objekte in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg durchsucht. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Flensburg gegen elf Beschuldigte. Ihnen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Haftbefehl gegen zwei Männer am Mittwoch

Gegen zwei Syrer im Alter von 34 und 37 Jahren wurde am Mittwoch Haftbefehl erlassen. Darüber hinaus wurde der 24 Jahre alte Syrer festgenommen. Die drei Männer waren in Schleswig-Holstein und Hamburg dingfest gemacht worden.

Insgesamt wird zehn Männern und einer Frau vorgeworfen, sich zwischen Dezember 2018 und Juli 2019 gewerbsmäßig und organisiert zu illegalen Geldgeschäften verabredet zu haben. Die Beteiligten stammen überwiegend aus Syrien. Sie sollen Geld ins Ausland verschoben und dafür Provisionen kassiert haben.

Sie sollen für die Geldgeschäfte nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine Erlaubnis im Sinne des Zahlungsdienstegesetzes gehabt haben. Es soll sich um Summen im sechsstelligen Bereich gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft prüft auch, ob ein Verdacht auf Terrorfinanzierung vorliegt. „Wir wollen klären, für welche Zwecke das Geld geplant war“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Weiterlesen: Auch Stralsund: Anti-Terror-Razzia in MV – zwei Festnahmen

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