Tat im Landkreis Nordvorpommern : Sexualstraftäter nach über 20 Jahren gefasst

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Nach langer Fahndung klickten vor wenigen Tagen an der ungarisch-serbischen Grenze die Handschellen.

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09. September 2019, 15:41 Uhr

Wie das Landeskriminalamt mitteilt, ist es nach mehr als 20 Jahren gelungen, einen gesuchten Sexualstraftäter an der ungarisch-serbischen Grenze zu stellen. Der Jugoslawe soll im Dezember 1998 eine damals 13-Jährige in deren Elternhaus im Landkreis Nordvorpommern vergewaltigt haben.

Die Identität des Tatverdächtigen war damals schnell geklärt worden: Es handelte sich um einen zu diesem Zeitpunkt 17-jährigen Jugoslawen, der entfernt mit dem Opfer verwandt war. Seitdem fahndete die Landespolizei europaweit unablässig nach dem flüchtigen Beschuldigten auf Grundlage eines durch die Staatsanwaltschaft Stralsund immer wieder verlängerten Europäischen Haftbefehls.

Grenzpolizei nimmt Mann fest

Diese lange Fahndung führte nun zum Erfolg: Der Beschuldigte reiste am 29. August von Serbien nach Ungarn. Während des Grenzübertritts wurde die ungarische Grenzpolizei auf den Haftbefehl aufmerksam, weshalb sie den Beschuldigten festnahm. Die ungarischen Kollegen informierten darüber umgehend die deutschen Behörden und so konnten Beamte des Landeskriminalamtes MV den Beschuldigten am 6. September von Ungarn nach Deutschland überführen.

Der Beschuldigte wurde noch am Tag der Überführung dem Haftrichter vorgeführt. In einer Justizvollzugsanstalt des Landes wird er nun auf seinen Prozess warten.

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