Bus und Bahn in MV : Verdi will vor Dienstag nicht mehr streiken

Vor einem Straßenbahndepot in Rostock versammeln sich Teilnehmer eines Warnstreiks.

Vor einem Straßenbahndepot in Rostock versammeln sich Teilnehmer eines Warnstreiks.

Die Streiks der Bus- und Bahnfahrer haben viele Schüler und Pendler in teils arge Nöte gebracht. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern am kommenden Dienstag wird nun aber Ruhe einkehren.

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26. Februar 2020, 17:45 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi sieht nach dem zweitägigen Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns ein Etappenziel erreicht. Den Arbeitgebern sei mit dem Ausstand deutlich gemacht worden, dass sie sich jetzt bewegen müssten, sagte Verdi-Landesstreikleiter Karl-Heinz Pliete am Mittwoch. Die nächste Runde in den Verhandlungen ist für den kommenden Dienstag (3. März) in Rostock angesetzt. Bis dahin gebe es keine weiteren Warnstreiks. „Wir lassen die Streiks jetzt erst mal ruhen und werden dann am Dienstag entscheiden, wie es weitergeht“, erklärte der Gewerkschafter.

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Arbeitsgeber mit wenig Verständnis

Kritik kam von der Gegenseite: Die Arbeitgeber hätten kein Verständnis dafür, dass die Fahrgäste nun vor Wiederaufnahme der Verhandlungen erneut mit Streiks belastet worden seien, sagte die Verhandlungsführerin der Kommunalen Arbeitgeber, Gabriele Axmann. Das Ansehen des öffentlichen Nahverkehrs insgesamt drohe Schaden zu nehmen. Leider habe die Gewerkschaft nicht mit Blick auf die Fahrgäste die Aktionen bis zum Treffen am Dienstag ausgesetzt. „Wir bedauern das wirklich außerordentlich“, sagte Axmann.

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Auch Nordwestmecklenburg betroffen

Für die Beschäftigten war der Mittwoch der Mittwoch der zweite Warnstreik-Tag in Folge. Ausgenommen von den Arbeitsniederlegungen waren die Landeshauptstadt Schwerin und der Landkreis Vorpommern-Greifswald. Im Gegensatz zum Dienstag war am Mittwoch auch der Landkreis Nordwestmecklenburg betroffen.

Der Kommunale Arbeitgeberverband hatte nach eigenen Angaben zuletzt ein Plus von 70 Euro monatlich oder eine Einmalzahlung von 500 Euro bis 30. Juni angeboten, was etwa 4,4 Prozent mehr Lohn entspreche. Die Gewerkschaft Verdi verlangt für die landesweit 1500 Mitarbeiter im Nahverkehr hingegen 2,06 Euro mehr Lohn pro Stunde, rückwirkend zum 1. Januar, und einen Angleichungsschritt an andere Tarifgebiete in Höhe von 100 Euro.

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