Öffentlicher Nahverkehr : Warnstreiks am Dienstag und Mittwoch

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Gewerkschaft erhöht im Tarifstreit den Druck und kündigt weitere Arbeitsniederlegungen an.

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24. Februar 2020, 16:33 Uhr

Berufspendler und Schüler müssen sich wegen Warnstreiks am Dienstag und Mittwoch auf Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns einstellen. Verdi hat für die beiden Tage zu Warnstreiks aufgerufen, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. Die Arbeit soll demnach an beiden Tagen im gesamten Bundesland niedergelegt werden - ausgenommen sind nur Busse von Nahbus in Nordwestmecklenburg.

Neue Tarifverhandlungen am 3. März

Beide Seiten gaben zuvor am Montag bekannt, dass sie sich auf einen neuen Verhandlungstermin verständigt haben. Demnach sollen die Tarifverhandlungen am 3. März in Rostock fortgesetzt werden - es ist dann die fünfte Runde. Der Kommunale Arbeitgeberverband hatte bereits am Donnerstag mitgeteilt, ein neues Angebot vorlegen zu wollen. Von der Gewerkschaft hatten die Arbeitgeber zu diesem Zeitpunkt noch erwartet, dass sie bis zu einem nächsten Verhandlungstermin auf weitere Warnstreiks verzichten.

Der Kommunale Arbeitgeberverband hatte nach eigenen Angaben zuletzt ein Plus von 70 Euro monatlich oder eine Einmalzahlung von 500 Euro bis 30. Juni angeboten, was etwa 4,4 Prozent mehr entspreche. Die Gewerkschaft Verdi verlangt für die landesweit 1500 Mitarbeiter im Nahverkehr 2,06 Euro mehr Lohn pro Stunde rückwirkend zum 1. Januar sowie einen Angleichungsschritt an andere Tarifgebiete von 100 Euro.

In den vergangenen Wochen hatten Busfahrer in den Landkreisen Rostock, Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Rügen sowie in Rostock und Greifswald die Arbeit niedergelegt. Auch Straßenbahnen in Rostock standen wegen Warnstreiks still. Die Aktionen stießen wegen später Ankündigungen auf Kritik.

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