Warnung vor Schwerem Unwetter : Unwetterwarnung aufgehoben: Schäden durch Unwetter im Osten

Nach dem Gewitter ist vor dem Gewitter: Das gilt zurzeit für die Wetterlage in Deutschland. Wind, Regen und Hagel richten Schäden an und halten auch den Verkehr auf.

prignitzer.de von
12. Juni 2019, 17:52 Uhr

Nach heftigen Sommergewittern mit Starkregen, Überflutungen und Verkehrsbehinderungen hatte sich der Nordosten Deutschlands auf neue Unwetter eingestellt. Doch unterdessen ist die Unwetterwarnung wieder aufgehoben worden.

Für Mittwochabend waren kräftige Niederschläge, Hagel und orkanartige Böen vorhergesagt. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach warnte vor schweren Gewittern in Teilen von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die Temperaturen waren in den östlichen Bundesländern wieder auf bis zu 34 Grad gestiegen.

DWD
 

In der Nacht zum Mittwoch hatten sich vor allem im Osten Gewitter entladen. In Sachsen und Brandenburg prasselten örtlich Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern zu Boden. In Berlin und Potsdam wurden Straßen überflutet, Bäume stürzten um, zahlreiche Keller und Tiefgaragen liefen voll. In beiden Städten rückten die Helfer zu zahlreichen Einsätzen aus.

In den Gärten und Parks des Unesco-Welterbes in Potsdam richtete das Unwetter Schäden an. Die Parks bleiben für die Aufräumarbeiten bis auf Weiteres geschlossen, wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg mitteilte.

800 Blitze pro Minute

Nach Angaben des Blitz-Informationsdienstes von Siemens hatte es in der Nacht über ganz Deutschland bis zu 800 Mal pro Minute geblitzt. Etwa jeder zehnte Blitz traf auf den Erdboden, wie Sprecher Stephan Thern sagte.

Eine Tendenz zu häufigen Starkniederschlägen sei durchaus zu erkennen, sagte Florian Imery vom Deutschen Wetterdienst am Mittwoch. Je wärmer die Luft sei, desto mehr Wasser könne sie aufnehmen. Insofern sei ein Zusammenhang zwischen der Klimaerwärmung und häufigeren Starkniederschlägen naheliegend. Einzelne Wettererscheinungen jedoch könne man nicht auf den Klimawandel zurückführen, stellte Imery klar. Dafür benötige man eine größere Datengrundlage.

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