Wirtschaft : MV empfiehlt sich China als Handelspartner

Mecklenburg-Vorpommern hofft auf Wachstumsimpulse durch den fernen Osten.

prignitzer.de von
08. November 2018, 16:59 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern will nach den Worten von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) seine Wirtschaftskontakte zu China ausbauen und hofft dabei auch auf positive Effekte durch das chinesische Prestigeprojekt „Neue Seidenstraße“. Etwa 100 Unternehmen aus dem Nordosten unterhielten bereits wirtschaftliche Beziehungen nach China. Diese gelte es auszubauen, aber auch neue Vorhaben entlang der „Neuen Seidenstraße“ zu entwickeln.

„Mecklenburg-Vorpommern kann sich bei der Ausgestaltung von Handelsrouten zwischen der Ostseeregion und dem asiatisch-pazifischem Raum als wichtiges Verteilzentrum einbringen“, erklärte Schwesig am Donnerstag in Schwerin nach einem Treffen mit dem chinesischen Botschafter Shi Mingde. Kritiker befürchten, dass China mit dem Projekt „Neue Seidenstraße“ seinen Einfluss auf die Weltwirtschaft ausbauen und eigene Bedingungen durchsetzen will.

China wichtiger Handelspartner für MV

Vor seinem Antrittsbesuch in der Staatskanzlei hatte Botschafter Shi Mingde die GreenLife GmbH in Schwerin besucht. Das Unternehmen, das Wassermanagement-Systeme für Wohn- und Gewerbebauten, Sportanlagen oder Hotels entwickelt, baut und wartet, hatte vor einem Jahr bei der Reise einer Wirtschaftsdelegation Kontakte nach China geknüpft.

Die Wirtschaftsmacht im Osten war 2017 laut Staatskanzlei der achtwichtigste Außenhandelspartner Mecklenburg-Vorpommerns. Der Warenaustausch erreichte ein Volumen von 539 Millionen Euro, wobei die Importe überwogen. Wie die Industrie- und Handelskammer Schwerin mitteilte, soll beim nächsten Wirtschaftstag China am 10. Dezember über aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und Geschäftspotenziale informiert werden. Für 2019 sei eine weitere Delegationsreise nach China geplant.

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