Wohnungsnot in MV : Treibstoff für sozialen Wohnungsbau: Neue Förderrichtlinie kommt

Durch die Mietpreisbremse soll auch der soziale Wohnungsbau gestärkt werden.
Durch die Mietpreisbremse soll auch der soziale Wohnungsbau gestärkt werden.

Wohnungsnot in Uni-Städten und Badeorten MVs: Vor allem Geringverdiener suchen dort nach bezahlbaren Wohnungen. Nun will die Landesregierung neue Investitionsanreize für den sozialen Wohnungsbau setzen.

prignitzer.de von
12. Februar 2019, 06:23 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern reagiert auf den zunehmenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum in einigen Städten des Landes und richtet die Förderung für den sozialen Wohnungsbau neu aus. Die geänderte Förderrichtlinie will Bauminister Christian Pegel (SPD) am Dienstag in Schwerin vorstellen. In der Hoffnung auf mehr staatliche Hilfe hatten Wohnungsunternehmen im Nordosten Investitionen zunächst zurückgestellt. Wohnungsmangel herrscht insbesondere in den Universitätsstädten Rostock und Greifswald sowie in Badeorten an der Ostsee.

Früheren Angaben Pegels zufolge sollen die Zuschüsse bei etwa einem Drittel der Investitionskosten, maximal aber bei 850 Euro je Quadratmeter Wohnfläche liegen. Die staatliche Förderung werde gewährt, wenn der Besitzer für eine bestimmte Zeit eine Mietobergrenze von 6,00 Euro pro Quadratmeter kalt garantiert. Bislang gilt eine Höchstwert von 5,50 Euro.

Anspruch auch bei mittlerem Einkommen

Zudem soll eine weitere Förderkategorie eingeführt werden, die geringere Zuschüsse auch bei Mieten von bis zu 6,80 Euro pro Quadratmeter zulässt. Damit sollen in Städten mit knappem Wohnungsangebot auch Familien mit mittlerem Einkommen von der staatlichen Unterstützung profitieren, die bislang keinen Anspruch auf eine Sozialwohnung haben, erklärte Pegel.

Laut Pegel stehen für den sozialen Wohnungsbau in diesem Jahr etwa 30 Millionen Euro vom Bund bereit. Dazu kämen nicht ausgereichte Fördermittel aus den Jahren 2017 und 2018, die weiterhin eingesetzt werden könnten. Zur Linderung des Wohnungsproblems bekommen die Länder seit 2016 Milliarden vom Bund, die nach Meinung von Kritikern aber nicht vollständig für den Wohnungsbau eingesetzt werden. Nach Angaben des Landesbauministeriums wurden seit 2017 im Nordosten Zuschüsse für den Bau von 415 Sozialwohnungen gewährt. Allerdings ist ein Teil davon noch im Bau.

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