Mecklenburg-Vorpommern : Backhaus: Risiko für Afrikanische Schweinepest weiter gestiegen

Bei der Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest im Ausbruchsfall spielt auch da Verhalten des Schwarzwildes eine entscheidende Rolle. So wurde beispielsweise untersucht, welche Auswirkung Jagden auf die Bewegungsmuster der Rotten haben.
Bei der Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest im Ausbruchsfall spielt auch da Verhalten des Schwarzwildes eine entscheidende Rolle. So wurde beispielsweise untersucht, welche Auswirkung Jagden auf die Bewegungsmuster der Rotten haben.

„Die Seuche ist weder in Polen, noch in Belgien zum Stillstand gekommen“, sagte Backhaus beim Landeszootag.

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08. November 2019, 12:20 Uhr

Das Risiko eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Ansicht von Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) weiter gestiegen. „Die Seuche ist weder in Polen, noch in Belgien zum Stillstand gekommen“, sagte Backhaus beim Landeszootag am Freitag in Waren an der Müritz.

50 Kilometer langer stabiler Elektrozaun

In Polen seien die jüngsten Fälle nur noch etwas mehr als 300 Kilometer von der Landesgrenze entfernt. „Die Einzigen, die einen Ausbruch in den Griff bekommen haben, sind die Tschechen“, sagte der Minister. Die Methode, einen Seuchenherd weiträumig einzuzäunen und den äußeren Rand intensiv zu bejagen, „haben wir uns abgeguckt.“ Man habe sich auch einen 50 Kilometer langen stabilen Elektrozaun angeschafft, der von Spezialisten im Seuchenfall sofort aufgebaut wird. „Ich hoffe, dass wir ihn niemals brauchen.“ Seit zwei Jahren werden wegen drohender Einschleppung verstärkt Wildschweine erlegt, um den Bestand zu verringern.

Für die Ausbreitung der Seuche über Kontinente sind nach Auffassung der Wissenschaft auch Menschen verantwortlich, die auf Reisen mit Viren infizierte Fleisch- und Wurstwaren essen und Reste davon wegwerfen.

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