Nach Massen-Gentest in Parchim : Ermittlungen wegen Vergewaltigung: DNA-Spur führte nicht zum Täter

1100 Personen wurden zum Gentest eingeladen. Die Polizei hofft, einem Vergewaltiger auf die Spur zu kommen.
1100 Personen wurden zum Gentest eingeladen. Die Polizei hofft, einem Vergewaltiger auf die Spur zu kommen.

Nach einem Massen-Gentest mit 1320 Männern im Raum Parchim hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen wegen Vergewaltigung eingestellt.

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17. Oktober 2019, 12:23 Uhr

Der freiwillige DNA-Test ergab zwar eine Übereinstimmung mit Spuren am Körper der jungen Frau, wie die Behörde in Schwerin am Donnerstag mitteilte. Die nachfolgenden Ermittlungen hätten jedoch ergeben, dass die Spur von einem jungen Mann aus dem sozialen Umfeld des Opfers stammte, der nicht als Täter für den Vorfall im Dezember 2018 in Frage komme. Die 17-Jährige habe bis dahin den Ermittlern gegenüber keine Angaben über ihre Kontakte zu dem Spurenverursacher gemacht.

Keine Aussicht auf Aufklärung des Verbrechens

Da es keine weiteren erfolgversprechenden Ansätze zur Aufklärung des Falls gebe, seien die Ermittlungen eingestellt worden, erklärte die Sprecherin. Die Staatsanwaltschaft schließe aber weiterhin nicht aus, dass es eine Vergewaltigung gegeben hat.

Weiterlesen: Vergewaltiger einer 17-Jährigen läuft frei herum

Die Behörden ermitteln noch in einem weiteren Vergewaltigungsfall in Parchim. In den Abendstunden des 1. Februar 2019 soll eine 21-Jährige von hinten angegriffen, zu Boden gestoßen und sexuell missbraucht worden sein. Auch in diesem Fall gab es einen Massen-Gentest. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, hieß es.

>> Ein ausführlicher Bericht folgt

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