Museen in MV : Jahresmotto: „Ab ins Meer“

Mit einem Saugrohr beseitigen die Taucher Henning May und Andre Oetjen (v.l.n.r.) vom Grund des Schwarmfischbeckens die Kieselschicht.
Mit einem Saugrohr beseitigen die Taucher Henning May und Andre Oetjen (v.l.n.r.) vom Grund des Schwarmfischbeckens die Kieselschicht.

Deutsches Meeresmuseum lockt mit neuen Ausstellungen. Der verregnete Sommer spülte vor allem ins Ozeaneum mehr Gäste

prignitzer.de von
12. Januar 2018, 05:00 Uhr

Lebende Fische in Aquarien begeistern Touristen in Mecklenburg-Vorpommern deutlich mehr als Kunstmuseen: Die Einrichtungen des Deutschen Meeresmuseums haben sich 2017 erneut als Garant für hohe Besucherzahlen erwiesen. Im vergangenen Jahr kamen rund 858 500 Gäste in das Stralsunder Ozeaneum, das Meeresmuseum, das Natureum sowie Nautineum und damit rund 1000 Besucher mehr als im Vorjahr. Großer Gewinner ist das Flaggschiff Ozeaneum mit einem Plus von rund 9700 Besuchern, wie Museumsdirektor Harald Benke gestern sagte. Mit mehr als 561 000 Besuchern sei das Ozeaneum damit wieder das mit Abstand besucherstärkste Museum in Mecklenburg-Vorpommern.„Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“

Das Meeresmuseum im historischen Katharinenkloster, das in den nächsten Jahren für etwa 30 Millionen Euro umgebaut wird, verzeichnete hingegen einen Rückgang um etwa rund 3000 auf 193 000 Gäste. Noch 2018 und 2019 soll das Stammhaus der Stiftung für Besucher geöffnet bleiben, bevor die Ausstellung wegen des Umbaus für zwei Jahre schließt. Nach Angaben der Museumsleitung sind rund 85 Prozent der Besucher von Ozeaneum und Meeresmuseum Touristen. Das System sei deshalb sehr sensitiv, sagte der Kaufmännische Direktor, Andreas Tanschus. Der verregnete Sommer wie auch die Erneuerung von Ausstellungen hätten zu dem Besucherplus beigetragen. An zwei aufeinanderfolgenden Regentagen im Juli seien allein 26 000 Gäste in Meeresmuseum und Ozeaneum geströmt.

Ostsee und Ozeane als Ausstellungsthemen ziehen, und so stellt die Stiftung in diesem Jahr alle Ausstellungen unter das Jahresmotto „Ab ins Meer“. Rund um das zehnjährige Jubiläum des Ozeaneums am 11. Juli sind verschiedene Aktionen geplant. Das größte Geschenk macht sich die Einrichtung selbst: Für etwa eine halbe Million Euro wird das Schwarmfischbecken – das mit 2,6 Millionen Liter größte Aquarium in Norddeutschland – erneuert. Eröffnen soll es zu Ostern.

Im Meeresmuseum wird von Frühjahr an als Leihgabe des Bundesbildungsministeriums eine interaktive Ausstellung „Ab ins Meer – Wer schützt, gewinnt“ gezeigt. Als museumspädagogisches Angebot wende sich die Schau, die bereits in Nordrhein-Westfalen gezeigt wurde, vor allem an Kinder und Jugendliche. Im Februar eröffnet die Ausstellung „Insight Fish“ des Fischforschers Timo Moritz mit Aufhellpräparaten von Fischen. Sie zeigen die nicht sichtbaren Skelett- und Knorpelstrukturen der Wasserbewohner.

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