Schulen : Leichterer Seiteneinstieg ins Lehramt gefordert

 
 

GEW fordert verlässliche Angaben zur Qualifizierung von neuen Lehrern.

prignitzer.de von
09. Februar 2019, 14:56 Uhr

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Umgang des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit Seiteneinsteigern in den Lehrerberuf kritisiert. Es gebe für sie keinen verlässlichen und nachvollziehbaren Weg in das reguläre Lehramt, sagte der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm am Samstag in Schwerin.

Offene Fragen zur Bezahlung der Lehrtätigkeit

Für die Betroffenen sei nicht ersichtlich, wie genau die Qualifizierung ablaufe und wann damit die Lehrbefähigung erreicht sei. Dies wiederum führe zur Frage, wann die Seiteneinsteiger entsprechend ihrer Lehrtätigkeit bezahlt werden. Diese Kollegen arbeiteten unter hohem Einsatz in ihren Schulen und müssten sich nebenbei unter schwierigen Bedingungen qualifizieren, sagte Walm.

Die GEW empfahl den Betroffenen, sich direkt an das Bildungsministerium zu wenden. Dort sollten sie erfragen, welche Unterrichtsfächer und welches Lehramt sie nach erfolgreicher Nachqualifizierung zuerkannt bekommen und wann daraus eine Bezahlung als Regellehrkraft folgt.

Kompaktkurse sollen pädagogisches Rüstzeug vermitteln

Nach Angaben des Bildungsministeriums von Anfang dieser Woche soll 46 Seiteneinsteigern ab März das pädagogische Rüstzeug für die Arbeit in der Schule vermittelt werden. Diese Kompaktkurse seien Teil der einjährigen pädagogischen Qualifizierung, die berufsbegleitend erfolgt. In diesem Schuljahr werde sie von 192 Lehrkräften ohne Lehrbefähigung absolviert.

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