Greifswald : Pommersches Landesmuseum wird 2018 eine Baustelle

<p>300 Jahre alter Schädel eines schwedischen Soldaten im Greifswalder Museum</p>
1 von 5

300 Jahre alter Schädel eines schwedischen Soldaten im Greifswalder Museum

Galerie will in diesem Jahr seine komplette Dänen-Sammlung zeigen. Gleichzeitig beginnen die Arbeiten für die „Galerie der Romantik“

prignitzer.de von
13. Januar 2018, 16:00 Uhr

Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald wird in diesem Jahr zur Baustelle. Für die vom Bund mit fünf Millionen Euro finanzierte „Galerie der Romantik“ sollen im Herbst die Bauarbeiten beginnen, wie Museumsdirektor Uwe Schröder gestern ankündigte.

Die Arbeiten sollen parallel zum laufenden Museumsbetrieb durchgeführt werden. Eine Teilschließung will das Museum für die Bauzeit vermeiden. Wann die neue Romantik-Galerie mit Werken des in Greifswald geborenen Caspar David Friedrich (1774-1840) geöffnet werden soll, ließ Schröder offen. Konkreter sind die Planungen für den dritten Teil der landesgeschichtlichen Dauerausstellung, die einen Bogen durch das 20. Jahrhundert vom Ersten Weltkrieg bis zum Schengener Abkommen schlagen wird. Sie soll 2019 öffnen. Im März – so hofft Schröder – sollen die Verträge für eine Förderung über die Kommunalgemeinschaft Pomerania unterzeichnet werden. „Wir werden viel mit Zeitzeugendokumenten arbeiten“, blickte der Museumschef voraus.

Deutschlandweit einmalig und spannend dürfte der Blick auf diesen schwierigen Abschnitt pommerscher Geschichte werden: „Durch die Zusammenarbeit mit dem Stettiner Nationalmuseum kann die gemeinsame Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden“, sagte Schröder.

Das Museum schaut auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück – mit rund 47 700 Besuchern und damit 7700 mehr als im Vorjahr. Das Besucherplus führte Schröder auf sechs Sonderausstellungen zurück. In diesem Jahr soll nun die Sonderschau „Die Dänen kommen!“ die Besucher in das Museum locken. Der Kunstsammler Christoph Müller hatte dem Museum 2016 etwa 380 Werke dänischer Maler und Grafiker aus dem 19. und 20. Jahrhundert geschenkt. Nun soll die Sammlung vom 25. März an erstmals komplett gezeigt werden.

Zu den Plänen des Landes, das Schloss Ludwigsburg in die Stiftung Pommersches Landesmuseum und damit in das Museum einzubinden, hielt sich Schröder bedeckt. Das Land hatte sich Ende des vergangenen Jahres dazu durchgerungen, die Sanierung des letzten vollständig erhaltenen Schlosses der Pommernherzöge in Vorpommern auf den Weg zu bringen. Plan ist es, den Bund dafür ins Boot zu holen und das Schloss der Stiftung zu unterstellen. Neben Bund und Land sind an der Stiftung allerdings noch weitere Partner wie die Stadt und die Universität beteiligt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen