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Herzinsel bei Dabelow : Was hat der Inselkäufer vor?

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Aus der Onlineredaktion

Nach Zwangsauktion der „Herzinsel“: Geld muss bis Anfang August eintreffen

Eine Woche nach der Zwangsversteigerung der „Herzinsel“ im Brückentinsee bei Dabelow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) herrscht weiter Unklarheit über den Käufer und dessen Absichten. Über die Auktion hinaus habe sich niemand gemeldet, erklärten der bisherige Mit-Eigentümer Walter Kummerow und eine Sprecherin des Amtsgerichtes in Waren an der Müritz gestern.

Die Penney Business Limited-Gruppe als Käufer habe bis Anfang August Zeit, die Versteigerungssumme von 1,7 Millionen Euro zu zahlen. Dann gebe es einen nicht öffentlichen Termin, bei dem das Geld an die berechtigten Gläubiger verteilt wird, wie bei Zwangsauktionen üblich.

Ein Anwalt aus Frankfurt am Main hatte die Insel im Namen der Gruppe am 12. Juni ersteigert. Mitgeboten hatte kurzzeitig auch Modedesignerin Jette Joop. Das fünf Fußballfelder große Eiland hatte zu DDR-Zeiten die Staatssicherheit genutzt. Es steht unter Naturschutz und liegt 80 Kilometer nördlich Berlins. Der Geschäftsmann Kummerow hatte die Insel 1992 mit einem Bekannten von der Treuhand erworben. Der Bekannte war in Finanzprobleme geraten, was zur Zwangsversteigerung führte.

Auf der Insel wird ein kleines Hotel mit zehn Mitarbeitern betrieben, dessen Pachtvertrag bis 2021 unkündbar ist. Dabelows Bürgermeister Manfred Marczok fordert, dass die Insel, zu der nur eine gemeindeeigene Holzbrücke führt, öffentlich zugänglich bleiben soll.

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erstellt am 19.Jun.2017 | 21:00 Uhr

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