Krankheiten : Landesregierung unterstützt polnische Berufspendler

Patrick Dahlemann (SPD). /dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild
Patrick Dahlemann (SPD). /dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Sie sind wichtiges Personal für Krankenhäuser etwa in Ueckermünde und Pasewalk. Doch nun stehen die polnischen Berufspendler wegen der Corona-Epidemie vor einer schweren Entscheidung.

Avatar_prignitzer von
27. März 2020, 05:18 Uhr

Die Regierung von Mecklenburg-Vorpommern will die vielen polnischen Arbeitspendler unterstützen, die sich wegen der verschärften Quarantäne-Bestimmungen in ihrer Heimat nun für eine Seite entscheiden müssen. Wenn sie in MV bleiben, um weiter in dem Bundesland zu arbeiten, bekommen sie 65 Euro pro Tag, wie die Staatskanzlei am Donnerstagabend mitteilte. Damit könnten sie etwa eine Unterkunft bezahlen. Hinzu kommen 20 Euro täglich für Familienmitglieder der Beschäftigten, die sich für die Dauer der polnischen Quarantäneregelungen ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern aufhalten.

Nach Inkrafttreten einer Verordnung des polnischen Gesundheitsministers unterliegen Berufspendler ab Freitag einer 14-tägigen Quarantäne, wenn sie nach Polen zurückreisen. Jeden Tag pendeln den Angaben aus Schwerin zufolge rund 3000 Arbeitnehmer aus der Wojewodschaft Westpommern über die Grenze nach Mecklenburg-Vorpommern. Das wird ab Freitag nicht mehr möglich sein.

«Wir brauchen diese Arbeitskräfte hier bei uns in Mecklenburg-Vorpommern. Sie sind hochmotiviert und leisten wichtige Arbeit, gerade auch in Krankenhäusern oder anderen medizinischen Einrichtungen», erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann. «Wir machen gemeinsam mit der Landesregierung in Brandenburg den polnischen Berufspendlerinnen und Pendlern ein Angebot: Bleiben Sie jetzt bei uns in Deutschland. Wir unterstützen Sie dabei.» Brandenburg bietet den Pendlern aus dem östlichen Nachbarland die gleiche finanzielle Unterstützung an.

In der Quarantäne-Frage arbeiteten Bund und Länder «mit Hochdruck» an einer diplomatischen Lösung, hatte Dahlemann über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt.

zur Startseite
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen