Notfälle : Nach Brief mit Pulver: Solidarität mit Bürgermeister

Einsatzkräfte der Feuerwehr in Schutzanzügen mit Atemschutz gehen auf das Grundstück des Bürgermeisters von Zislow. Susan Ebel/Archiv
Einsatzkräfte der Feuerwehr in Schutzanzügen mit Atemschutz gehen auf das Grundstück des Bürgermeisters von Zislow. Susan Ebel/Archiv

Die Polizei an der Mecklenburgischen Seenplatte sucht weiter nach dem Absender eines Briefes mit weißem Pulver, der am Donnerstag für einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in Zislow (Mecklenburgische Seenplatte) gesorgt hatte. Bisher gebe es aber keine heiße Spur, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Der Brief war dem Bürgermeister Uwe Albrecht (parteilos) von einem Postboten zugestellt worden. Der Ort wurde abgeriegelt. Am Freitag war klar, dass es sich um eine ungefährliche Substanz handelt.

prignitzer.de von
11. Februar 2019, 13:49 Uhr

«Wir sind noch sehr nachdenklich», sagte Albrecht am Montag. Er habe noch keine Entscheidung getroffen, ob er als Bürgermeister weitermache. Nach dem Vorfall erfahre er aber «eine große Solidarität unter den Dorfbewohnern.» Albrecht war erst Ende 2018 ins Amt gewählt worden, um einen jahrelangen Streit im Ort zu schlichten. Die Polizei prüft auch Zusammenhänge mit mehreren Brände.

Als Streitursache vermutet Albrecht Vorgänge um den gemeindeeigenen Campingplatz. Beschlüsse dazu nehme derzeit ein Wirtschaftsprüfer unter die Lupe. Die Ergebnisse sollen bis zur Wahl Ende Mai aufgearbeitet sein. Das Dorf bewirtschaftet einen Campingplatz mit rund 450 Stellplätzen am Plauer See, dazu kommt ein privater Zeltplatz. Bei den rund 200 Einwohnern leben so jährlich 15 000 bis 20 000 Urlauber.

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