Museen : Schliemann-Museum öffnet mit neuer Schau und neuem «Pferd»

Das Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen. /Archiv
Das Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen. /Archiv

Das Heinrich-Schliemann-Museum Ankershagen (Mecklenburgische Seenplatte) bekommt bis zum Sommer eine neue Ausstellung und ein neues Trojanisches Pferd. Dafür werden mit Hilfe von Bund und Land rund 580 000 Euro investiert, wie die Wirtschaftsförderung des Landkreises am Montag mitteilte. Beides soll am 1. Juni feierlich übergeben und damit das derzeit geschlossene Museum wiedereröffnet werden.

prignitzer.de von
21. Januar 2019, 15:26 Uhr

Das Konzept für die Hauptausstellung soll sich stärker als bisher an der Persönlichkeit Schliemanns (1822-1890) und seiner vielfältigen Lebenswelt orientieren, hieß es bei der Vorstellung in Ankershagen. In zehn Räumen werde unter anderem auf den alles bestimmenden Traum vom Reisen in ferne Welten, Schliemanns Ehrgeiz und wirtschaftlichem Instinkt eingegangen. Als eine Besonderheit sei eine Fachwerkwand als «überdimensionierter Setzkasten» geplant, der alle 80 keramischen Originalfunde Schliemanns zeigen soll.

Auch das 1996 aufgestellte, sechs Meter hohe Trojanische Pferd werde - mit Hilfe des Mäzens Jost Reinhold - erneuert. Die alte hölzerne Arbeit wurde am Montag wegen Baufälligkeit abgerissen.

Schliemann gilt als bekanntester Archäologe Deutschlands. Das Museum im früheren Pfarrhaus, in dem er aufwuchs, gehört zu den 20 sogenannten Blaubuchmuseen, die der Bund als besonders wichtig anerkannt hat. Schliemann gilt als erfolgreicher Kaufmann, als Entdecker des antiken Trojas und beherrschte viele Sprachen.

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