Titelgewinn nach 52 Jahren : St. Louis Blues holen Meisterschaft für todkrankes Mädchen

Nach 52 Jahren haben die St. Louis Blues zum ersten Mal den Stanley-Cup gewonnen.
Nach 52 Jahren haben die St. Louis Blues zum ersten Mal den Stanley-Cup gewonnen.

Eine Elfjährige inspiriert das Eishockey-Team der St. Louis Blues und hat am Titelgewinn des Teams maßgeblichen Erfolg.

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13. Juni 2019, 07:29 Uhr

Boston | Die St. Louis Blues aus der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL haben zum ersten Mal den Stanley Cup gewonnen. Im entscheidenden siebten Spiel besiegte das Team aus Missouri am Mittwoch (Ortszeit) die Boston Bruins klar 4:1 (2:0, 0:0, 2:1).

Es war der erste Titelgewinn der Blues in der 52-jährigen Teamgeschichte. Einen großen Anteil an dem Erfolg hat die elfjährige Laila Anderson. Das junge Mädchen hat die Blues maßgeblich inspiriert und gilt als Superfan der Blues. Anderson leidet an hämophagozytischer Lymphohistiozytose (HLH), einer seltenen lebensbedrohlichen Immunerkrankung, bei der der Körper zu viele Immunzellen bildet, doch sie lässt sich von dieser heimtückischen Krankheit nicht unterkriegen.

"Sie kämpft ihre Schlacht, wir kämpfen unsere"

"Sie kämpft ihre Schlacht und wir kämpfen unsere", sagte der Verteidiger von St. Louis, Colton Parayko, vor kurzem. "Wir versuchen nur, uns gegenseitig zu helfen. Wir werden uns weiterhin gegenseitig helfen. Das ist nur eine tolle Geschichte. Die Jungs steigern sie weiter. “ Auch Laila sagte, dass die Blues ihre Inspiration im Kampf gegen ihre Krankheit gewesen, und die Blues-Spieler sagten, sie sei eine Inspiration für sie.

Laila Anderson flog mit dem Team am Mittwoch nach Boston zum entscheidenden siebten Spiel der NHL-Finals und sah live vor Ort den 4:1-Sieg der Blues. Danach feierte sie auf dem Eis mit dem ganzen Team.

St. Louis siegt auswärts in Boston

Ryan O'Reilly (17.) und Alex Pietrangelo (20.) legten mit ihren Treffen im ersten Spielabschnitt den Grundstein für den späteren Erfolg. Für die endgültige Entscheidung sorgten Braydon Schenn (52.) und Zach Sanford (56.). Blues-Torhüter Jordan Binnington gab seinem Team mit 32 Paraden den nötigen Rückhalt. Den Ehrentreffer der Gastgeber erzielte Matt Grzelcyk (58.).

Die Auszeichnung als wertvollster Spieler (MVP) der Finalserie erhielt der 28-jährige O'Reilly. Durch den Auswärtserfolg konnten die Blues das Finale im Modus Best-of-Seven mit 4:3 für sich entscheiden. Für St. Louis ist es die erste Meisterschaft in der 52-jährigen Teamgeschichte der Blues.


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