Hansa Rostock : Holpriges Comeback von Blaswich

Den dritten Sieg im dritten Test feierte Fabian Holthaus (rechts) mit dem FC Hansa beim 3:2 gegen die TSG Neustrelitz.
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Den dritten Sieg im dritten Test feierte Fabian Holthaus (rechts) mit dem FC Hansa beim 3:2 gegen die TSG Neustrelitz.

Bei der Rückkehr des Stammkeepers holt Fußball-Drittligist FC Hansa ein 0:2 gegen die TSG Neustrelitz noch auf und siegt im Test mit 3:2

prignitzer.de von
10. Januar 2018, 21:00 Uhr

Noch anderthalb Wochen sind es bis zum Punktspielstart 2018 für den FC Hansa in der 3. Fußball-Liga bei der SG Sonnenhof Großaspach. Während die Württemberger am Dienstagabend auf den deutschen Rekordmeister FC Bayern München (3:5) trafen, testete der FCH heute Nachmittag im Duell mit dem Regionalligisten TSG Neustrelitz seine Form. Am Ende stand ein 3:2-Erfolg zu Buche sowie das Comeback von Stammkeeper Janis Blaswich (Leisten-OP). Doch dem Keeper war die rund sechswöchige Pause sowie die daraus resultierende Spielpraxis anzumerken. Vor beiden Gegentreffern hinterließ der 26-Jährige keine glückliche Figur. „Mir ist aber nicht bange. Wir saßen in der Halbzeit, und er hat klar gesagt, dass beide Treffer auf seine Kappe gehen. Er weiß das selber. Ich sage aber auch, dass wir die Aktionen viel früher unterbinden müssen“, erklärte Hansa-Coach Pavel Dotchev, der klarmachte: „Janis wird auch am Sonnabend gegen die Dänen spielen. Ich kenne ihn und weiß, dass er auch hart trainieren muss, damit er eine Top-Leistung zeigt. Er war jetzt aber nur einmal im Mannschaftstraining dabei, wurde sozusagen von uns ein bisschen in kalte Wasser geworfen. Aber das war mit ihm so abgesprochen, und nach den beiden Patzern in der ersten Hälfte hatten wir auch beschlossen, dass er in der zweiten Halbzeit im Tor bleibt.“

Neben Blaswich spielten lediglich Bryan Henning und Mike Owusu über die kompletten 90 Minuten. Jeder Spieler bekommt seine Einsatzchance, um sich für die Rückrunde zu empfehlen. „Es gibt momentan nur wenige Spieler, die sicher sind. Selcuk Alibaz, Christopher Quiring machen Druck. Zudem haben wir zwei Stürmer, mit denen man variieren kann und die auch zusammen auflaufen können. Der Konkurrenzkampf ist schon relativ hoch. Doch nicht nur im Bezug auf die Start-Elf, sondern es ist schon schwer, überhaupt in den Kader zu kommen“, sagt Pavel Dotchev.

Nach dem 0:2-Pausenrückstand war es letztlich ein Dreierpack von Soufian Benyamina, den der neue Konkurrent im Angriff, Pascal Breier (kam vom VfB Stuttgart), eher beflügelt als hemmt. Zunächst vollendete der 27-Jährige nach Alibaz-Flanke (58.), ehe er unter Bedrängnis von TSG-Kapitän Filip Luksik den Ball zum 2:2 über die Linie drückte (80.). Dem 3:2 in der Schlussminute ging eine schöne Kombination voraus, in deren Folge sich Benyamina entschlossen durchsetzte und eiskalt per Flachschuss vollendete. „Mir gefällt, wie die Mannschaft versucht, das umzusetzen, was wir besprechen und trainieren. Sicherlich klappt dabei noch nicht alles. Wir spielen schneller nach vorne und nicht so viel nach hinten. Dadurch provozieren wir zum Teil selbst Ballverluste und wurden so zweimal ausgekontert. Das müssen wir verbessern. Doch die Mannschaft hat Moral bewiesen und das Spiel noch gedreht“, so Pavel Dotchev.

FC Hansa 1. Hälfte: Blaswich – Rankovic, Hüsing, Nadeau, Holthaus – Hilßner, Wannenwetsch, Henning, Föll – Owusu, Breier

FC Hansa 2. Hälfte: Blaswich – Gesien, Berger, Grupe, Scherff – Alibaz, Bischoff, Henning, Owusu – Quiring, Benyamina

Tore: 0:1 Abbruzzese (4.), 0:2 Kelbel (34./Foulelfmeter), 1:2 Benyamina (58.), 2:2 Benyamina (80.), 3:2 Benyamina (90.)

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