Punkt zu Kellers Abschied : Pech gegen Augsburg: SC Freiburg verpasst Tabellenführung

Tin Jedvaj (l-r), Mads Pedersen, Florian Niederlechner und Jan Moravek feiern den Ausgleich zum 1:1 gegen Freiburg.  
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Tin Jedvaj (l-r), Mads Pedersen, Florian Niederlechner und Jan Moravek feiern den Ausgleich zum 1:1 gegen Freiburg.  

«Spitzenreiter! Spitzenreiter!», sangen die Fans des SC Freiburg. Dafür reichte es dann am Ende nicht. Das Team von Christian Streich verpasste trotz eines leidenschaftlichen Auftritts einen Sieg gegen den FC Augsburg.

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21. September 2019, 18:47 Uhr

Für ein paar Minuten war der SC Freiburg sogar Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Trotz eines Dämpfers gegen den FC Augsburg steht die Mannschaft von Trainer Christian Streich so gut wie nie da nach fünf Spieltagen und mischt an der Spitze mit.

Die Breisgauer kamen am Samstag zu einem 1:1 (1:1) gegen den FC Augsburg. «Wir bleiben demütig, es war nur ein Punkt mehr auf dem Weg zur angestrebten 40-Punkte-Marke», sagte Stürmer Nils Petersen.

Gegen das Team von Martin Schmidt brachte Lucas Höler (23. Minute) die Gastgeber in Führung. Ausgerechnet der Ex-Freiburger Florian Niederlechner glich in der hart umkämpften Partie aus (39.). Nicolas Höfler und Nils Petersen trafen in der Schlussphase noch den Pfosten des Augsburger Gehäuses.

Vor 23.800 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion bescherten die Breisgauer ihrem scheidenden Präsidenten Fritz Keller, der am 27. September in Frankfurt/Main zum DFB-Boss gewählt werden soll, ein Remis als Abschiedsgeschenk. Keller tat der Abschied «weh», er betonte aber: «Ich werde nicht tiefer gelegt, sondern komme weiter als Gast». Mit der «Abgangstabelle» seines SC Freiburg sei er «eigentlich ganz zufrieden».

Bereits nach drei Minuten hätte Routinier Petersen beinahe das 1:0 erzielt, FC-Keeper Tomas Koubek konnte den Ball gerade noch abwehren. Die Freiburger zogen das Spiel auf dem kürzesten Platz der Liga immer wieder geschickt in die Breite.

Mit einem trockenen Schuss zur Führung ins Augsburger Netz belohnte dann Höler sich und sein Team für die engagierte Anfangsphase. «Spitzenreiter! Spitzenreiter!», skandierten die SC-Fans mit Blick auf die Live-Tabelle, die sich allerdings bald wieder änderte. Nach einem kompletten Spieltag war Freiburg in seiner Bundesliga-Historie erst ein einziges Mal Tabellenführer - nach dem 4:0 gegen den VfB Stuttgart am ersten Spieltag 2000/2001.

Durch das verletzungsbedingte Aus von Kapitän Frantz kam Vincenzo Grifo nach 35 Minuten zu seinem Saisondebüt für den SC, stürmisch begrüßt von den Zuschauern. Der italienische Nationalspieler war kurz vor Transferschluss von der TSG 1899 Hoffenheim in den Breisgau gewechselt. Er durfte aber wegen einer speziellen Vertragsklausel am vergangenen Wochenende beim 3:0 der Freiburger in der Partie bei Grifos Ex-Club nicht auflaufen.

Mitten in die Freiburger Euphorie hinein fiel allerdings der Ausgleich, als Niederlechner nach feinem Pass von Jan Moravek einschob. Damit war der Angreifer in allen bisherigen Spielen an einem Tor des FCA beteiligt. Nach der Pause hatte sich Augsburg besser auf den leidenschaftlichen Gegner eingestellt und griff auch früher an. So gab es bis auf die furiosen Schlussminuten kaum noch Torchancen. «Daheim gewonnen, auswärts ein Pünktchen - wird sind zufrieden», sagte Schmidt mit Blick auf das 2:1 zuvor gegen Eintracht Frankfurt und nun das 1:1. «Die nächsten fünf Spiele werden eine große Herausforderung für uns, aber irgendwie werden wir das auch schaffen.»

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