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Volleyball : Das Abc des Volleyballs verfeinert

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Fünftägiges Trainingslager für Kinder und Jugendliche in der Schwaaner Beke-Sporthalle geht heute zu Ende

Heute geht ein fünftägiges Volleyball-Trainingscamp in der Schwaaner Beke-Sporthalle zu Ende. Dabei stand der lernwillige Nachwuchs vor allem gestern unter besonderer Beobachtung, denn mit Markus Pabst war der Landestrainer Mecklenburg-Vorpommerns zu Gast und warf ein geschultes Auge auf die Zwölf- bis 15-Jährigen. „Die Kinder sind sehr, sehr motiviert. Es macht einfach Spaß, wenn sie Fragen stellen und etwas wissen wollen“, sagt der 26-Jährige. Der ebenfalls noch junge Volleyball-Lehrer ging mit dem Nachwuchs bei der Block- und Feldarbeit ins Detail und gab ihm wertvolle Tipps mit an die Hand. Gleichzeitig nutzte Pabst die Gelegenheit, um nach Talenten Ausschau zu halten, schließlich ist er als Landestrainer der Altersklassen U15 bis U18 weiblich immer auf der Suche nach den besten Volleyballspielerinnen des Landes. „Es sind ein paar Talente dabei“, sagt der A-Lizenz-Inhaber, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat und im Landesleistungszentrum Schwerin nicht nur als Trainer, sondern auch im organisatorischen Bereich arbeitet. „Nach Schwerin hat es mich gezogen, weil hier alles konzentriert ist: Olympiastützpunkt, Bundesstützpunkt, Landesverband, Landessportbund usw. Das ist der Schlüssel für eine qualitative Arbeit“, sagt Pabst.

Der studierte Sportwissenschaftler verfügt im sportlichen Bereich über Erfahrung als Co-Trainer der Bundesliga-Mannschaft in Suhl, wo er neben seinem damaligen Studium tätig war. Seine eigene Laufbahn als Spieler beendete er schon im Alter von knapp 18 Jahren. „Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich nicht größer werde. Da habe ich mich umorientiert auf die
Trainerlaufbahn, denn Volleyball ist meine ganze Leidenschaft“, sagt Markus Pabst.

Seit August 2014 ist er nun in Schwerin tätig und versucht, den Volleyballsport in Mecklenburg-Vorpommern voranzubringen. Einen Erfolg kann er zumindest dabei schon verzeichnen. Ein Turnier von Landesauswahlmannschaften, das im Oktober stattfindet, konnte er in die Landeshauptstadt holen. „Das macht uns sehr stolz“, sagt der gebürtige Thüringer.


40 Kinder aus sieben Vereinen zu Gast


In Schwaan hatte Pabst das Vergnügen, knapp 40 Kinder und Jugendliche zu sichten. So waren Spielerinnen und einige Spieler des Malchower SV, PSV Wismar, Warnemünder SV, SV Warnow 90 Rostock, PSV Rostock, Schweriner SC und des gastgebenden Schwaaner SV in der Beke-Sporthalle zu Gast. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungs- und Umschulungszentrum (AUZ) Schwaan, wo die auswärtigen Kinder und Trainer übernachteten und verpflegt wurden, wurde das Trainingslager von Dieter Noberat auf die Beine gestellt. „Es war alles gut vorbereitet. Auch die Muttis packen mit an und kümmern sich beispielsweise um die Verpflegung“, sagt Noberat. Der 63-Jährige ist die treibende Kraft im Nachwuchsvolleyball des Schwaaner SV. Ihm gehe es darum, dass die Kinder während des Trainingscamp wieder einen Schritt in der Entwicklung nach vorne machen. „Das sieht man auch schon“, sagt der Schwaaner kurz vor dem Ende des Trainingslagers. Aber auch der Trainer selbst lernt nie aus und schaute sich gestern von Markus Pabst noch die eine oder andere Übung ab.


Trainingsarbeit beim SSV trägt Früchte


Dass die Trainingsarbeit auch unter der Regie von Dieter Noberat und Klaus Ehlers Früchte trägt, zeigt die Tatsache, das mit Julia und Justin Felsch (U16) sowie Vivien Jungmann (U14) drei Schwaaner Talente eine Empfehlung zu einer Probewoche im Landesleistungszentrum Schwerin bekommen haben. Dabei drückt Dieter Noberat seinen Schützlingen natürlich die Daumen, muss aber zugeben, dass er über einen Abgang traurig wäre. „Sie würden uns fehlen“, sagt er.

Mit der U14 und U16 des SSV ist er immerhin bei den Landesmeisterschaften (LM) vertreten und möchte dort so konkurrenzfähig wie möglich sein. Die Landesmeisterschaft alleine reicht aber schon lange nicht mehr aus, um den Kindern und Jugendlichen genügend Wettkampfpraxis zu gewähren. Deshalb wurde eine eigene Runde organisiert, in der bei der U14 neun Mannschaften und in der U16 sieben Mannschaften aktiv sind. „Mit einer Hin- und Rückserie kommen wir so auf genügend Spiele“, sagt Noberat. Im zu Ehren wird diese eigene Liga Schwaaner Freizeitrunde genannt. Der nächste Volleyball-Höhepunkt in Schwaan ist aber der Landespokal am 6. März in der Beke-Sporthalle, für den sich die U16 des Vereins qualifizierte.

Und für diesen Wettstreit dürften die Mädels gut vorbereitet sein, denn schließlich wurde in der abgelaufenen Trainingswoche das Volleyball-Abc noch einmal verfeinert, weil alle möglichen Techniken intensiv geübt wurden. Außerdem soll dieses Trainingslager keine Eintagsfliege bleiben. „Vielleicht können wir das im Sommer auch machen, aber im Winter ist es immer etwas einfacher“, hofft Dieter Noberat auf eine Fortsetzung der rundum gelungenen Veranstaltung.

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erstellt am 05.Feb.2016 | 05:00 Uhr

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