Fussball : Volle Konzentration

Schönbergs Nick Heymann erzielte zuletzt gegen Dynamo Schwerin seinen ersten Saisontreffer.
Schönbergs Nick Heymann erzielte zuletzt gegen Dynamo Schwerin seinen ersten Saisontreffer.

Landesliga: Spitzenreiter FC Schönberg empfängt am Sonntag den Lübzer SV

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19. September 2019, 18:55 Uhr

Mit „offensivem und attraktivem Fußball“ will der FC Schönberg am Sonntag vor heimischem Publikum die Tabellenführung in der Landesliga West verteidigen. Zu Gast ab 14 Uhr ist der Tabellenfünfte, der Lübzer SV. „Unser Ziel sind ganz klar die drei Punkte“, sagt Trainer Thomas Manthey selbstbewusst.

Mit fünf deutlichen Siegen und einem Torverhältnis von 27:1 stehen die Grün-Weißen unangefochten auf Platz eins. Von einer Dominanz des FC Schönberg möchte Sportchef Sven Wittfot aber nicht sprechen. „Das wäre nach fünf Spieltagen schon etwas vermessen. Außerdem liegen wir ja auch nur drei Punkte vor unseren Verfolgern. Wir tun also gut daran, die Kirche im Dorf zu lassen und weiterhin vollste Konzentration auf unsere Aufgaben zu legen.“

Klar scheint aber schon jetzt, dass die Nordwestmecklenburger nur ganz schwer aufzuhalten sind. „Sowohl im offensiven Bereich mit Marcel Meier als auch in der Defensive mit Simon Leu haben wir deutlich an Qualität dazugewonnen“, nennt Sven Wittfot einen wichtigen Grund. „Simon zum Beispiel steht aufgrund seiner Position auf dem Feld am Ende des Tages nicht unbedingt im Fokus nach gewonnenen Spielen, aber er gibt unserem Defensivverbund die nötige Sicherheit, die im vergangenen Jahr vielleicht an manchen Stellen gefehlt hat.“ Durch die fünf Neuzugänge ist Schönbergs Kader noch ausgeglichener. „Für mich ein ganz entscheidender Faktor ist auch, dass die Mannschaft neben und auf dem Platz immer mehr zusammenwächst“, findet Wittfot. „Das ist manchmal mehr Wert, als die reine spielerische Qualität.“

Egal, wer auf der Bank sitzt, Thomas Manthey kann fast jeden Spieler eins zu eins ersetzen. Bestes Beispiel ist Marcel Behm. Der 31-Jährige war beim 6:1 gegen die SG Carlow nicht mit dabei, saß beim 5:0-Sieg gegen Bentwisch über 90 Minuten auf der Bank. Doch als Thomas Manthey ihn gegen Anker Wismar brachte, war er zur Stelle. Behm erzielte einen Treffer – genauso wie jeweils in den beiden Partien gegen den PSV Wismar (6:0) und Dynamo Schwerin (4:0). „Zurzeit läuft es sehr gut. Wenn ich reinkomme, mache ich meine Tore. Das macht mich natürlich zufrieden“, sagt Marcel Behm. Sportchef Sven Wittfot lobt den 31-Jährigen in den höchsten Tönen. „Behmer ist schon ein Phänomen. Er ist ein charakterlich ein einwandfreier Junge, bei dem wir ganz genau wissen, was wir an ihm haben.“ Mit Hannes Komoss (9) und Marcel-Sven Meier (6) spielen auf seiner Position ausgerechnet die zurzeit besten Torjäger der Landesliga West. Deshalb kann „Behmer“ mit seiner Jokerrolle beim Tabellenführer auch ganz gut leben. „Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste“, sagt er.

„Marcel ist kein Zweikampfmonster“, weiß Thomas Manthey. „Seine Stärke ist der Torinstinkt. Immer, wenn ich ihn einwechsle, ist er da“, lobt Schönbergs Trainer seinen Edeljoker und betont: „Er macht seine Sache bisher sehr gut.“ Behm selbst gibt sich bescheiden: „Für mich zählt die Mannschaft. Wenn ich reinkomme, gebe ich immer mein Bestes. Als Stürmer ist es mein Job, Tore zu erzielen.“ Das klappt seit Wochen sehr gut. „So kann ich dem Trainer zeigen, dass er sich auf mich verlassen kann.“ Das möchte Schönbergs erfolgreichster Einwechselspieler auch am ab 14 Uhr Sonntag unter Beweis stellen.

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