fussball : Vom Winde verweht

Comeback: Fast ein halbes Jahr fiel Boris Baerwinkel (l.) mit schwerer Fußverletzung aus. Gegen Wittenburg kam der junge SG 03-Stürmer erstmals wieder zu einem Kurzeinsatz.
Comeback: Fast ein halbes Jahr fiel Boris Baerwinkel (l.) mit schwerer Fußverletzung aus. Gegen Wittenburg kam der junge SG 03-Stürmer erstmals wieder zu einem Kurzeinsatz.

Fußball-Testspiele am Wochenende litten teilweise unter widrigen äußeren Bedingungen

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11. Februar 2019, 23:00 Uhr

Rein vom Ergebnis her wurden die Verbandsliga-Fußballer der SG Aufbau Boizenburg der von Alexander Lamer geforderten Favoritenrolle mit dem 6:1-Sieg beim Landesligisten SC Parchim. Mehr aus Sicht des Aufbau-Trainers aber auch nicht: „Das Ergebnis täuscht. Was für uns gesprochen hat, war die Qualität bei Standards und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Ansonsten gibt es aber noch sehr viel Luft nach oben“, war Lamer von Zufriedenheit weit entfernt. Als großes Manko machte er erneut die mangelnde Bewegung ohne Ball aus. Diese Erkenntnis werde massiv in die Trainingsarbeit der neuen Woche einfließen.

Die Boizenburger legten auf Parchimer Kunstrasen einen Blitzstart hin, führten durch Tore von Hendrik Schien (4.), Marco Schwabe (10./23.) und Alexander Majerz (16.) schnell mit 4:0. Christian Wahls verkürzte für den SCP (29.), bevor Dominik Navrot den 5:1-Pausenstand herstellte (37.). In der zweiten Halbzeit kam nur noch Marco Schwabes dritter Treffer hinzu (74.). Da habe seine Mannschaft insgesamt zu wenig gemacht, bemängelte Lamer. Ein generelles Problem der Vorbereitung war die fehlende Konstanz im personellen Bereich. Immer wieder fielen zentrale Spieler aus, so dass er mehr experimentieren musste, als ihm lieb war. „Das wichtigste ist aber, dass wir im Gegensatz zur letzten Winterpause diesmal alle Testspiele bestreiten konnten, also gewissermaßen im Fluss sind.“ Für diese Woche kündigt der Aufbau-Trainer drei Traingseinheiten im Vollgas-Modus an.


SG 03 Lulu/Grabow – Wittenburger SV 3:1

So etwas gibt es auch nicht alle Tage. Da sah sich der Schiedsrichter des Testspiels zwischen der Landesligaelf der SG 03 Ludwigslust/Grabow und dem klassentieferen Wittenburger SV tatsächlich gezwungen, die Partie Mitte der ersten Halbzeit für rund zehn Minuten zu unterbrechen. Der starke Wind machte aus dem Ball ein unberechenbares Flugobjekt. Immerhin fegte er auch die dunklen Regenwolken weg, so dass der Rest des Spiels zwar noch von der ein oder anderen Windkapriole begleitet wurde, aber sogar bei Sonnenschein absolviert werden konnte.

Das war aus Sicht von Rene Schwarz allerdings fast schon der positivste Aspekt dieser 90 Minuten – trotz des 3:1-Erfolges seiner Mannschaft. „Die Laufwege stimmten nicht, unsere Abwehr war löchrig und über die Chancenverwertung wollen wir mal gar nicht reden“, sieht der SG 03-Trainer noch jede Menge Arbeit auf sich zukommen. Man könne von Glück sagen, dass die Wittenburger im Torabschluss genauso schwach agiert hätten. Einige gegnerische Chancen machte auch SG 03-Keeper Johannes Schebela mit guten Paraden zunichte. Und so reichten Treffer von Steffen Kretschmer (25.) und Lasse Baerwinkel (44.) zu einer 2:0-Führung. Robert Thießen erhöhte per Strafstoß (76.), bevor Chris Sebastian (80.) für den WSV-Ehrentreffer sorgte.


TSV Empor Zarrentin – Hagenower SV 1:0

Zu einer Windlotterie geriet auch der Vergleich zwischen Landesklassen-Tabellenführer Empor Zarrentin und dem Hagenower SV. Auf dem frei gelegenen Kunstrasenplatz am Zecher Weg gestaltete die Heimelf die erste Halbzeit auch dank Windunterstützung überlegen. Die Zarrentiner hatten schon einige gute Chancen ausgelassen, als sich Nico Günther den etwas zu weit vor seinem Tor stehenden HSV-Keeper „ausguckte“ und ihm mit einem 25-m-Schuss keine Abwehrchance ließ (35.).

Nach dem Seitenwechsel kam der Landesligist zwar etwas besser ins Spiel, ohne sich allerdings gegen defensiv gut arbeitende Empor-Kicker nennenswerte Chancen zu erarbeiten. „Derartige Bedingungen lassen kaum wirkliche Rückschlüsse in Sachen Leistungsstand zu. Aber so ein Sieg gegen Hagenow ist in jedem Fall gut fürs Selbstvertrauen“, wertete Empor-Geschäftsführer Andreas Lutz.

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