Sportpolitik : Geld für Prignitzer Sportstätten

Der SV Quitzöbel (2. v. l., hier beim Jubiläumsturnier 2010 gegen Perleberg) feiert 2020 sein 60-jähriges Bestehen. Da würde eine Finanzspritze aus dem „Goldenen Plan“ für ein künftiges Mehrzweckgebäude gut passen.
Der SV Quitzöbel (2. v. l., hier beim Jubiläumsturnier 2010 gegen Perleberg) feiert 2020 sein 60-jähriges Bestehen. Da würde eine Finanzspritze aus dem „Goldenen Plan“ für ein künftiges Mehrzweckgebäude gut passen.

„Goldener Plan“: Ab 2021 neues Investitionsprogramm des Bundes

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12. Februar 2020, 21:27 Uhr

Die Nachricht machte schnell die Runde. Bis hinunter in den Kreis. Ein neuer „Goldener Plan“ wird aufgelegt. Von 2021 an soll ein Milliarden Euro schweres Investitionsprogramm des Bundes für die Sanierung und Modernisierung von Sportstätten gestartet werden. Auch Projekte in der Prignitz sollen davon profitieren.

„Wir sind gerade dabei, eine Prioritätenliste für den Landessportbund zu erstellen. Welche Maßnahmen mit welchem Volumen für 2021 geplant sind. Die Vereine sind informiert“, sagte Birka Eschrich, Geschäftsführerin des Kreissportbundes (KSB) Prignitz. Die Zeit drängt. Die Prioritätenliste muss bis zum 31. März beim LSB in Potsdam sein, denn etwaige Gelder sollen schon im kommenden Jahr eingesetzt werden.

Es ist dann der dritte „Goldene Plan“. Bereits in den 1960er Jahren und in den 90ern waren zwei initiiert worden, zunächst für West- und später für Ostdeutschland. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) beziffert in einer Meldung der deutschen Presseagentur den Sanierungs- und Modernisierungsbedarf der rund 231 000 Sportstätten im Land auf mindestens 31 Milliarden Euro.

In der Prignitz herrscht auch Bedarf. Und Hoffnung. „Der SV Quitzöbel plant mit anderen Vereinen aus dem Bereich ein Mehrzweckgebäude“, berichtete die KSB-Geschäftsführerin über das Projekt des Jubilars. Der SV Quitzöbel feiert sein 60-jähriges Bestehen.

Von einem aktuellen zu einem kommenden Geburtstagskind, zum Pankower SV Rot-Weiß 1921. Das dortige Vereinsheim platzt aus allen Nähten. Bei derzeit fünf Mannschaften, die am Spielbetrieb teilnehmen, reichen zwei Umkleidekabinen nicht aus. Der Gastraum muss teilweise als Kabine genutzt werden. Deshalb träumt der Club von einem Gemeinschafts-Vereinszentrum. Bei aller Euphorie: „Die Vereine sollten wissen, dass bei jeder geförderten Maßnahme Eigenmittel in Höhe von 25 Prozent aufzubringen sind“, erinnerte Birka Eschrich.

Die KSB-Geschäftsführerin arbeitet derzeit noch an einer anderen Aufgabe, die aber mit eventuellen Fördergeldern zu tun hat: Der geplante Indoor-Spielplatz im Top Fit Aktiv Park. Die bestehende Halle soll ein moderner Spielplatz für Familien mit Kindern werden. Bouldern, Springen auf dem Trampolin und Kletterparcours gehören ebenso dazu wie Reisen durch Virtual-Reality-Welten. Die Vereine SV Empor/Grün-Rot und der Eisenbahner Sportverein (ESV) sorgen sich um ihre Trainingsmöglichkeiten für Kegler und Tennisspieler. „Ich bin beauftragt worden, Konzepte zu erstellen. Zunächst erst einmal als Übergangslösung“, teilte die KSB-Geschäftsführerin mit. Alternativen für Kegler könnten die Bahnen im Dorfkrug in Weisen (allerdings Bowling) oder im Perleberger „Stadt Magdeburg“ sein. Die Tennisspieler betrifft es erst wieder in der kommenden Wintersaison. Oder wird eine leer stehende Immobilie zu einer Halle mit Kegelbahn umgebaut? Mit Mitteln aus dem „Goldenen Plan“? Seite 7

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