Fussball : In der Rückrunde stabiler werden

Gespannt verfolgt das Veritas-Trainerduo Manuel Roeseler und Christian Krause (von rechts) diesen Angriffszug mit Christoph Poorten (l.) im siegreichen Spiel gegen Teltow.
Gespannt verfolgt das Veritas-Trainerduo Manuel Roeseler und Christian Krause (von rechts) diesen Angriffszug mit Christoph Poorten (l.) im siegreichen Spiel gegen Teltow.

Fußball-Landesklasse: Veritas Wittenberge/Breese mit Platz neun nach Hinserie unzufrieden / Im Angriff fehlt die Durchschlagskraft

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08. Februar 2019, 23:55 Uhr

Die Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/Breese hinken ihren eigenen Erwartungen hinterher. Sechs Siege, drei Unentschieden, sechs Niederlagen, 25:22 Tore und 21 Punkte bedeuteten für das Team des Trainergespanns Christian Krause und Manuel Roeseler zum Ende der Hinrunde Platz neun. Die Differenz zum Spitzenreiter und zum ersten Abstiegsplatz beträgt jeweils 14 Punkte. Momentan Mittelmaß. Aber Veritas geht offen damit um, übt auch Selbstkritik.

„Platz neun ist natürlich nicht das, was wir uns vorstellen. Wir wissen selber, dass wir im Moment kein Spitzenteam sind, aber drei bis vier Plätze nach oben sollte es schon gehen“, sagte Manuel Roeseler. Seiner Meinung nach habe die Veritas-Elf einige Gegner „massiv unterschätzt“. Als Beispiele nennt es das enttäuschende 0:0 im Heimspiel gegen Lindow oder das mühsame 4:2 im Kreispokal beim SV Garz/Hoppenrade (heute um 14 Uhr in Hoppenrade) Testspielgegner der Wittenberger).

Das führte dann zu einer „schwankenden Gesamtleistung. Eine längere Erfolgsserie ist komplett ausgeblieben“, erklärte Manuel Roeseler. Stimmt. Nur einmal lief es über einen längeren Zeitraum rund. Ende Oktober/Anfang November brachten die Partien in Seddin (2:1), in Treuenbrietzen (4:0), gegen die Potsdamer Kickers (4:0) und gegen Teltow (2:1) vier Erfolgserlebnisse nacheinander.

Ein Grund dafür ist das Aufgebot. „Wir haben einen zu dünnen Kader. Das führt zu Personalproblemen“, stellte der Coach fest. Das begann schon mit der Verletzung von Christoph Nitsche in der Vorbereitung. „Er ist der Abwehrchef. Da ist uns ein Baustein weggebrochen“, kommentierte Roeseler der Ausfall des Abwehrspielers, der erst im Oktober wieder einsatzbereit war.

Nicht als fehlender Baustein, sondern als große Baustelle erwies sich bei den Wittenbergern die Torwartposition. Der Weggang von Martin Marx nach Weisen riss eine große Lücke. In den Pflichtspielen versuchten sich mit Christian Otte, Christian Münster, Adrien Muxfeld, Marc Michitsch, Maik Stolz, Patrick Dieckhoff gleich sechs Akteure zwischen den Pfosten. Und 22 Gegentore in den Ligaspielen sind der viertbeste Wert in der Staffel West.

Das lag sicher auch mit an den Vorderleuten. „Über die Defensive können wir nicht unbedingt meckern“, stellte Manuel Roeseler dann auch fest. Aber: „Wir sind vorn zu schwach. Und fehlt die Durchschlagskraft, um auch mal auswärts Spiele in unsere Richtung zu drehen“, nannte er fast im gleichen Atemzug die Schwachstelle.

Die Vorgabe der Trainer an die Mannschaft lautet, „in der Rückrunde stabiler zu werden und in der Tabelle etwas nach oben zu klettern“. Dazu sollen die beiden neuen Torhüter Dennis Ciechoradzki (Goldbeck) und Fritz-Martin Eggert (Gardelegen) sowie Patrick Karger (kam von Jahn Lanz) beitragen. Aus dem bisherigen Kader werden Sinan Dabirifard und Patrick Dieckhoff künftig in der zweiten Mannschaft eingesetzt. Das bestätigte der Trainer.

In den Verlauf der Hinrunde fiel auch der Generationswechsel im Vorstand. Eine neues Gremium wurde gewählt. „Keiner wusste so richtig, was passiert jetzt. Auch die Spieler haben sich das gefragt. Aber bisher können wir nur Positives über diesen Vorstand sagen. Für die Mannschaft ist es angenehm, mit Arndt Leeke, Marcel Elverich, Kerstin Pelen und den Mitgliedern des erweiterten Vorstands zu arbeiten“, berichtete Roeseler von den Momenten des Umbruchs.

Er führt als weiteren Aspekt den Stadtwerke Cup an und lobt auch, dass in kürzester Zeit neuen Sponsoren gefunden wurden und der Kontakt zu den vorhandenen Sponsoren gehalten und intensiviert wurde. Doch Roeseler hat auch die früheren Entscheidungsträger nicht vergessen. „Es war schon toll, was Uli Siodla und Günter Scheminowski geleistet haben. Gut, dass sie noch unterstützend dabei sind“, lautete seine abschließenden Bemerkung.

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