Handball : Punktspielstart mit Fragezeichen

Einsatzstark wie in dieser Szene wollen sich die Wittenberger Martin Giske (r.), Konrad Naumann, Robert Dehnert und Karl Giske (v.l.) zum Saisonstart in Lychen präsentieren.
Einsatzstark wie in dieser Szene wollen sich die Wittenberger Martin Giske (r.), Konrad Naumann, Robert Dehnert und Karl Giske (v.l.) zum Saisonstart in Lychen präsentieren.

Prignitzer Handball-Mannschaften bestreiten nach durchwachsener Vorbereitung zum Saisonauftakt Auswärtsspiele

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26. September 2020, 03:20 Uhr

Mit Auswärtsspielen steigen der PHC Wittenberge in der Verbandsliga Nord sowie die Landesligisten SV Blau-Weiß Perleberg und HC Pritzwalk an diesem Wochenende wieder in den Punktspielbetrieb ein. Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen lief die Vorbereitung der drei auf Landesebene spielenden Prignitzer Handball-Männermannschaften auf den Saisonstart aber alles andere als rund.


PHC Wittenberge

Nach fast sieben Monaten ohne Pflichtspiel geht man bei den Elbestädtern zuversichtlich in die neue Spielserie, auch wenn „die Vorbereitung nicht optimal gelaufen ist“, wie Trainer Steffen Tonello zugibt. Nachdem man sich anfangs mit Athletiktraining im Freien begnügen musste, wurde in den letzten drei Wochen endlich auch das Spiel mit dem Ball forciert.

„Wir hatten zwei Testspiele. Gegen den MV-Liga-Aufsteiger SV Matzlow/Garwitz haben wir mit sechs Toren gewonnen, gegen die SG Seehausen mit 32:34 verloren“, erzählt Tonello, der mit einer gesunden Mischung von jungen und erfahrenen Spielern und einem nur leicht veränderten Kader in die neue Spielzeit in der zweithöchsten Spielklasse Brandenburgs geht.

Neu im Team sind Rückkehrer Hannes Fieseler und Torwart Mario Schrödter, die von Verbandsligist HSG Osterburg an die Elbe wechselten, sowie Kreisläufer Nils Ludewig (Berlin-Köpenick). Den Verein verlassen haben Andre Walter (Warnemünde) und Markus Walter (Perleberg). Außerdem hat Tobias Jüchert den Ball aus gesundheitlichen Gründen aus den Händen gelegt.

„Die Abgänge schmerzen natürlich schon. Trotzdem bin ich der Meinung, dass wir eine harmonierende Mannschaft beisammen haben, die das Niveau der Vorjahre halten kann“, erklärt Steffen Tonello, der mit seinem Team am Samstag um 14.30 Uhr zu Gast bei Aufsteiger SV Berolina Lychen ist. „Die sind sehr heimstark und haben die Landesliga in der Vorsaison dominiert, sind aber von der Spielstärke her schwer einzuschätzen. Aber wenn wir den Radius der beiden Wendland-Brüder einschränken können, ist für uns durchaus etwas möglich“, glaubt der PHC-Coach an einen erfolgreichen Saisonstart. Als Saisonziel hat Tonello „Platz vier wie beim Abbruch der Vorsaison“ ausgegeben.


SV Blau-Weiß Perleberg

Als „suboptimal“ bezeichnete Abteilungsleiter Mirko Großer die Vorbereitung der Rolandstädter. „Aber die Probleme mit Training im Freien und meist ohne Ball hatten ja alle Mannschaften“, sagt Großer, dessen Team nur ein Vorbereitungsspiel (29:40 in Werben gegen Verbandsligist SG Osterburg) bestritten hat. Dem „scharfen“ Punktspielstart in der Landesliga Nord am Samstag (15.30 Uhr) beim Oranienburger HC III sieht er mit gemischten Gefühlen entgegen. „Dritte Mannschaften sind immer so eine Wundertüte: Man weiß nie, in welcher Besetzung sie antreten. In der letzten Saison haben wir mit einer Notbesetzung da gewonnen.“

Diesmal sind die Blau-Weißen personell viel besser besetzt. Neben Neuzugang Markus Walter wird der aus dem eigenen Nachwuchs aufgerückte Torwart Nils-Rüdiger Gottschalk sein Debüt bei den Männern geben. Fehlen werden voraussichtlich die beiden Torhüter Cezar-Cosmin Cosoi und Andreas Ebeling sowie Toralf Hampel. Als Saisonziel sieht Großer einen Platz zwischen drei und fünf als realistisch an, während Spielertrainer Mirko Helmdach „unter den ersten drei“ landen möchte.


HC Pritzwalk

Perlebergs Ligakonkurrent, der keine personellen Veränderungen des Kaders gegenüber der Vorsaison bekannt gab, strebt nach eigenen Angaben einen gesicherten Platz im Tabellenmittelfeld an. Dafür wäre ein gelungener Saisonstart am Sonntag (14 Uhr) bei der zweiten Mannschaft des SV Motor Hennigsdorf schon eminent wichtig. In der coronabedingt abgebrochenen Vorsaison gewann das Team von Trainer Sebastian Wienke die Partie bei der Motor-Reserve mit 28:21.



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