Prignitzer Leichtathleten erfolgreich unterwegs : Zoe Stephan nicht ganz zufrieden

Zoe Stephan im Diskusring bei den deutschen Meisterschaften in Heilbronn.
Zoe Stephan im Diskusring bei den deutschen Meisterschaften in Heilbronn.

Karstädterin belegt nach langer Verletzungspause bei DM mit dem Diskus Rang elf

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16. September 2020, 22:00 Uhr

Auf die Athleten und Trainer warten bei Sportveranstaltungen in diesem Jahr immer wieder neue Herausforderungen. So waren Speerwerfer Samuel Wolter und sein Trainer Toralf Jastram vom SSV Einheit Perleberg bei den Landesmeisterschaften in Strausberg über die Wettkampfanlage sehr verwundert. Mehr als sechs Meter zu kurz war der Anlauf. Damit mussten alle Athleten klarkommen. Da Wolter jedoch in diesem Jahr sehr viele Wettkämpfe bestritten hat (bei Wettkampfgerechtem Anlauf), gestaltete sich der Wettbewerb für ihn überaus schwierig. Unter diesen Umstände ist seine Siegesweite einzuordnen. Der weiteste Wurf landete bei 55,45 Metern und bedeutete den Landestitel. Samuel Wolter bleibt national Ebene im Jahr 2020 unbesiegt.


Meisterschaften ohne Atmosphäre


Für Zoe Stephan waren die nationalen Titelkämpfe in Heilbronn ganz sicher der sportliche Höhepunkt in diesem Jahr. Leider spürten Athleten und Trainer bei diesen Titelkämpfen nie ein echtes Meisterschaftsgefühl. Alle hatten viel mehr damit zu kämpfen, sich ihren Wegeplan zu den Aufwärmplätzen und Wettkampfstätten einzuprägen, die für sie genehmigten Zeiten zum Aufwärmen ja nicht zu verpassen, an Schutzmasken zu denken oder auch die Wettkampfstätte nach Beendigung des Wettkampfes möglichst schnell zu verlassen. Da blieb für die eigentliche Konzentration wenig Raum.

Mit ihrem 11. Platz und der Weite von 39,75 Metern war das ehrgeizige Wurftalent (Aussage eines Wurftrainers aus Potsdam in Strausberg) Zoe Stephan wie immer nicht ganz zufrieden, aber auch nicht enttäuscht. Die Tatsache, dass die Karstädterin nach mehr als einjähriger Verletzungspause überhaupt die DM-Teilnahme erreichte, sollte ihr viel Zuversicht für ihre nächsten sportlichen Ambitionen geben.

Nur ganz langsam erreichen die Athleten der LG Prignitz ihre Wettkampfform. Die Trainingsrückstände sind noch lange nicht wieder aufgeholt. Deshalb starteten in Strausberg bei den Titelkämpfen der JU16 auch nur drei Athleten für die LG. Vulcan Wolter (m 15) freute sich im Speerwerfen über eine deutliche Verbesserung seiner persönlichen Bestleistung. Bei seinem besten Versuch landete der Speer bei 36,34 Metern. Damit erreichte er den Finaldurchgang und belegte in diesem den fünften Platz. Tabea Stibbe (w 14) freute sich über zwei persönliche Bestleistungen im Kugelstoßen (8,88 m) und im Diskuswurf (19,75 m). Mit diesen Weiten qualifizierte sie sich ebenfalls für die Finaldurchgänge, in denen sie jeweils Rang sieben belegte.

Die seit dem 1. Januar für den SC Potsdam startberechtigten Prignitzer Sprinttalente Luca Starck und Tim Engel verhalfen der SC-Staffel über 4x100 m zu einem deutlichen Sieg.

Mit den Mehrkampfmeisterschaften der zehn- bis 14jährigen Athleten (auch wieder mit Prignitzer Startern) am kommenden Samstag in Mahlow endet dann bereits die kurze Wettkampfsaison.

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