Handball : Remis fühlt sich wie ein Sieg an

Trotz der weiten Anreise bis ins südhessische Birkenau war für die Grün-Weiß-Mädels noch Zeit für ein „kleines“ Selfie.
Trotz der weiten Anreise bis ins südhessische Birkenau war für die Grün-Weiß-Mädels noch Zeit für ein „kleines“ Selfie.

Die Handballdamen des SV Grün-Weiß Schwerin erspielen sich beim TSV Birkenau ein 24:24 (10:12).

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11. Juni 2019, 18:34 Uhr

Als der Schlusspfiff ertönte jubelten die Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin, als ob sie einen Sieg eingefahren hätten. Dabei stand auf der Anzeigetafel in der Langenberghalle im südhessischen Birkenau lediglich ein 24:24. Da die Schwerinerinnen in diesem Relegations-Hinspiel um einen möglichen Nachrückerplatz für die dritte Liga beim TSV Birkenau eine Minute vor Schluss allerdings noch mit zwei Treffern zurücklagen, fühlte sich das Unentschieden eben wie ein Sieg an. „Wenn du kurz vor Schluss zwei Tore aufholst, dann fühlt man sich schon wie der moralische Sieger. Man hat bei den Mädels auch schon ein wenig Erleichterung gespürt“, gab Grün-Weiß-Trainer Steffen Franke nach Spielschluss zu verstehen.

Und dabei erwischten die Grün-Weißen, die als Elfter der Nord-Staffel beim Elften der Ost-Staffel gastierten, einen schlechten Start. „Wir lagen schnell mit 0:3 in Rückstand, gleichzeitig hatte Vivien Erdmann nach zehn Minuten schon zweimal zwei Minuten gesehen. Da habe ich gedacht, sie wird das Spiel nicht überstehen“, so Franke, der nach dem Fehlstart etwas umstellte und seine Mannschaft anschließend ordentlich spielen sah. Schwerin glich nicht nur aus, sondern erspielte sich zur Pause vor 250 Zuschauern auch eine 12:10-Führung. Das, was sich die Grün-Weiß-Mädels für das Spiel vorgenommen hatten, ist aufgegangen.

„Am Ende war das kein überragendes Spiel von uns. Das muss man schon klar sagen. Allerdings war das, dafür dass wir mit neuen Spielerinnen gespielt haben, schon sehr ordentlich“, war Franke durchaus mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. Vor allem „Neuzugang“ Vivien Millrath gab der Mannschaft ordentlich Stabilität und avancierte mit zehn Treffern direkt zur besten Torschützin. Sie war es auch, die fünf Sekunden vor Schluss den entscheidenden Siebenmeter zum 24:24 verwandelte.

Zuvor führten die Schwerinerinnen noch mit 18:15, verpassten es dann aber, so wirklich vorentscheidend davonzuziehen. „Wir haben dann zwar Fehler gemacht, haben uns davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen“, sagte Trainer Franke. Am Ende bewiesen die Grün-Weiß-Mädels Nervenstärke und erspielten sich mit dem 24:24 eine ordentliche Ausgangsposition für das Rückspiel am Sonnabend in Schwerin. Darauf bereiten sich die Landeshauptstädterinnen nun natürlich gezielt vor.

SV Grün Weiß Schwerin: Pöschel, Huysmann Schmidtke, Schulz, Dehling, Zufelde, Lück, Rassau, Fischer 1, Jantzen 3, Sperling, Evangelidou 3, Millrath 10/3, Weier 1, Alm 4, Kretschmer 2, Petereit.

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