Handball : Vom Abstieg auf der Autobahn erfahren

In den letzten zehn Minuten warf Hannah Jantzen vier ihrer fünf Tore gegen die HSG Jörl DE Viöl. Da war das Spiel allerdings schon lange entschieden. Grün-Weiß-Trainer Franke wünscht sich diese Torgefahr seiner Rückraumspielerin auch mal zu Beginn einer Partie.
In den letzten zehn Minuten warf Hannah Jantzen vier ihrer fünf Tore gegen die HSG Jörl DE Viöl. Da war das Spiel allerdings schon lange entschieden. Grün-Weiß-Trainer Franke wünscht sich diese Torgefahr seiner Rückraumspielerin auch mal zu Beginn einer Partie.

Grün-Weiß verliert in Viöl deutlich mit 18:37 und geht in Liga vier runter

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29. April 2019, 17:32 Uhr

Viöl | So richtig überraschend kommt der Abstieg aus der dritten Liga für die Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin nicht. Und doch war es ein komisches Gefühl, als der Live-Ticker zwischen dem MTV Altlandsberg und dem TSV Wattenbek beim Stand von 35:25 zu Ende war und der Gang in Liga vier für die Schwerinerinnen nach ihrer eigenen 18:37-Niederlage bei der HSG Jörl DE Viöl ab sofort unvermeidbar ist. „Obwohl es absehbar war, war es in dem Moment für mich schon eine herbe Enttäuschung“, gab Grün-Weiß-Trainer Steffen Franke zu verstehen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich der Coach und seine Mannschaft nach der herben Klatsche beim Liga-Zweiten gerade auf dem Heimweg. Kurz vor Lübeck auf der A20 Höhe Geschendorf war durch den Altlandsberger Sieg der Abstieg eine beschlossene Sache.

Die Grün-Weißen wussten, dass sie einen ihrer letzten starken Gegner hätten schlagen müssen, damit rechnerisch überhaupt noch etwas möglich gewesen wäre. Bei der HSG Jörl DE Viöl hielten sie allerdings nur etwas mehr als zwölf Minuten lang ordentlich mit (5:6). „Danach sind wir wieder einmal völlig eingebrochen, waren phasenweise Ende der ersten Halbzeit mit der Situation überfordert und fressen regelrecht zahlreiche Tempogegenstöße“, ärgerte sich Franke, dass seine Mannschaft in Muster verfallen war, die eigentlich der Vergangenheit angehören sollten. So war das Spiel bereits zur Pause beim 9:21 deutlich entschieden.

„Man muss einfach festhalten, dass unsere derzeitige Qualität für die dritte Liga nicht ausreicht. Vom Leistungspotenzial der jungen Mannschaft sind wir aber überzeugt. In Liga vier werden dann Siege von uns erwartet. Da sind wir eher der Gejagte. Das wird auch nicht einfach“, blickte Franke schon ein wenig voraus.

Bevor die Grün-Weißen in die verdiente Pause gehen können, steht morgen um 16 Uhr zu Hause noch das letzte Saisonspiel gegen den Frankfurter HC auf dem Programm.

SV Grün-Weiß Schwerin: Pöschel, Huysmann – Schmidtke, Dehling 3, Wichmann, Sperling 1, Bast 3, Fischer 2, Jantzen 5, Evangelidou, Slomka 3, Alm, Kretschmer 1.

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