SSC besiegt Stuttgart : Ein absolutes Weihnachts-Highlight

Deutscher Volleyballmeister SSC bezwingt in einem wahren Top-Spiel Vizemeister Stuttgart mit 3:0 (33, 19, 25)

prignitzer.de von
26. Dezember 2017, 23:49 Uhr

Wer sagt denn, dass am Heiligabend schon Schluss sein muss mit Weihnachtsgeschenken? In der Schweriner Palmberg-Arena jedenfalls gab es gestern Abend für insgesamt 1986 Volleyballfans aus Schwerin (und ein paar auch aus Stuttgart) noch einmal Bescherung.  Denn sie sahen „eines der besten, wenn nicht gar das beste Spiel  – alle habe ich nicht gesehen – der laufenden Bundesligasaison mit Top-Angriffen und ebensolchen Abwehrleistungen von beiden Mannschaften“, wie es Gastgeber-Trainer Felix Koslowski auf den Punkt brachte. Nach 95 hochklassigen und äußerst spannenden Spielminuten hatte dabei der deutsche Meister  SSC-Palmberg Schwerin den Vizemeister MTV Allianz Stuttgart mit 3:0 (33, 19, 25) bezwungen.

6:4 im ersten Satz, das beleuchtet nicht etwa  einen zwischenzeitlichen Spielstand. Es ist vielmehr die Anzahl der Satzbälle, die beide Teams hatten. Erst mit dem sechsten Satzball des SSC erzielte Louisa Lippmann, Deutschlands frischgebackene Volleyballerin des Jahres und gestern einmal mehr Topscorerin der Partie (21 Zähler),  das siegbringende 35:33. Da waren schon 39 Minuten gespielt. „Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal einen solchen Mega-Satz erlebtzu haben“, staunte selbst Schwerins Käpt’n und Mannschaftsbeste des gestrigen Spiels, Jennifer Geerties.

Ebenso ging es Louisa Lippmann. „Erstaunlicherweise aber waren wir da sehr ruhig auf dem Feld“, sagte sie und ergänzte: „Das war im letzten Satz ein bisschen anders…“

Der zweite Satz war eher einer zum emotionalen Durchschnaufen. Jenny Geerties hatte diesem mit fünf Punkten in Folge  eines wahren Kapitäns die entscheidende Wende vom 14:16 bis hin zum 19:16 gegeben. Ein erfolgreicher Doppelblock von Lauren Barfield und Louisa Lippmann gegen Stuttgarts Beste Deborah van Daelen setzte dann gleich beim ersten Satzball den Schlusspunkt zum 25:19.

Danach  aber entwickelte sich der angesprochene dritte Durchgang erneut zu einem Thriller. Eigentlich schien der SSC die Sache im Griff zu haben – die Zwischenstände von 22:18 und 23:20 versprachen einen sicheren Erfolg. Plötzlich aber stand es 24:24, dann sogar 24:25…

Felix Koslowski reagierte mit seinem bekannten Doppelwechsel. Er brachte Zuspielerin Kaisa Alanko für Louisa Lippmann und Martenne Bettendorf für Stammzuspielerin Denise Hanke, um die  Angriffswucht dort  zu haben, wo sie gebraucht wird: am Netz. Und es funktionierte. Zwei Stuttgarter Fehler und dazwischen ein gelungener Bettendorf-Angriff brachten dem SSC das 27:25 und damit den 3:0-Erfolg in dieser Partie.

„Es waren Kleinigkeiten, die letztlich den Ausschlag gaben. Aber wir wollten den Sieg so so sehr und sind jetzt einfach nur glücklich“, jubelte ein völlig verschwitzter SSC-Coach und schickte seine Mädels nach der Partie gleich in den Kurzurlaub über den Jahreswechsel. Der war allerdings sowieso geplant. Koslowski: „Denn das ist nach dem hammerharten Dezember bitter nötig.

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