SSC Volleyball : Kampfziel: Achtelfinale

Angekommen: Bei leichtem Regen und stürmischen 17 Grad ist die Schweriner Delegation gestern Nachmittag in Nizza gelandet und konnte gleich den Bus besteigen.
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Angekommen: Bei leichtem Regen und stürmischen 17 Grad ist die Schweriner Delegation gestern Nachmittag in Nizza gelandet und konnte gleich den Bus besteigen.

SSC erwartet nach 3:1-Hinspielerfolg heute Abend ein „ganz, ganz schweres“ EC-Rückspiel in Le Cannet

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09. Januar 2018, 12:00 Uhr

Den leidigen Samstagabend aus den Köpfen verbannen und flugs umschalten in den Europacup-Modus – so lautet aktuell die Aufgabe für die SSC-Volleyballerinnen. Gestern um 8 Uhr bestieg die Mannschaft den Bus nach Berlin-Schönefeld, von wo aus um 13.30 Uhr der Flieger nach Nizza startete. Im Süden Frankreichs wartet heute Abend, ganze drei Tage nach der 2:3-Heimniederlage gegen Vilsbiburg, das Rückspiel im Sechzehntelfinale des CEV-Cups bei Rocheville Le Cannet auf den deutschen Meister.

Mit 3:1 (22, -16, 22, 22) hatte die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski vor vier Wochen das Hinspiel in der heimischen Palmberg-Arena für sich entschieden. Gemäß der Europapokal-Arithmetik fehlen dem SSC nun nur noch zwei Gewinnsätze, um ins Achtelfinale einzuziehen. Bei einem 1:3 und selbst bei einem 0:3 aus Schweriner Sicht müsste ein „Golden Set“, der wie ein Tiebreak nur bis 15 gespielt wird, für die Entscheidung über top oder flop herhalten.

Dieses Procedere möchte das Meisterteam natürlich liebend gern vermeiden. „Es wäre aber fatal, wenn wir nur auf diese notwendigen zwei Gewinnsätze spielen wollten. Sowas geht gern mal schief. Stattdessen lautet unser Ziel eindeutig: Wir wollen gewinnen“, stellt Koslowski klar.

Dass er mit seiner Truppe dabei ein ganz dickes Brett zu bohren hat, wie man so schön sagt, ist dem 33-Jährigen vollauf bewusst. „Le Cannet schont seine drei Top-Spielerinnen in der Liga und setzt sie ausschließlich im Europacup ein. Und nach Weihnachten haben sie offenbar noch eine dritte Kubanerin verpflichtet. Das wird ganz, ganz schwer.“

Aber der deutsche Meister ist im europäischen Volleyball schließlich auch nicht irgendwer. Immerhin hat er zuletzt dreimal in Folge ein EC-Halbfinale erreicht – 2015 und 2017 im Challenge-Cup, 2016 im CEV-Cup, in dem es auch jetzt wieder zur Sache geht.

Zudem hofft der SSC, dass die zuletzt infektbedingt fehlende Greta Szakmáry einsatzfähig ist. „Ich denke, ich schaffe es“, übte sich Ungarns Volleyballerin des Jahres am Rande des Bundesligaspiels am Sonnabend in Optimismus.

„Das wäre ganz wichtig. Denn nur zwei Außenangreiferinnen zur Verfügung zu haben, ist ein riesiger Nachteil, weil Wechseloptionen fehlen. Und die brauchen wir bei der Dauerbelastung, die wir seit Wochen haben“, sagt Trainer Koslowski.

Am Sonntag hatte er seinen Mädels Regeneration verordnet. Gestern Abend stand noch ein Training in der Halle von Le Cannet an. „Tja und morgen gilt’s dann“, sagt der Coach gestern.

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