Volleyball SSC : Missglückter Einstand ins neue Jahr

Ganze zwei Punkte gelangen dem Schweriner Block – auch hier stehen Jelena Oluic (Nr. 15) und Marie Schölzel (Nr. 16) zu weit auseinander, um den Angriff von Vilsbiburgs Leonie Schwertmann (Nr. 18) entschärfen zu können.
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Ganze zwei Punkte gelangen dem Schweriner Block – auch hier stehen Jelena Oluic (Nr. 15) und Marie Schölzel (Nr. 16) zu weit auseinander, um den Angriff von Vilsbiburgs Leonie Schwertmann (Nr. 18) entschärfen zu können.

SSC-Volleyballerinnen kassieren mit einem 2:3 (14, -21, 23, -16, -14) gegen Vilsbiburg erste Bundesliga-Heimniederlage seit Dezember 2016

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07. Januar 2018, 21:00 Uhr

So hatten sich die SSC-Volleyballerinnen ihren Jahreseinstand 2018 nicht vorgestellt – und die 1846 Fans am Samstagabend in der Schweriner Palmberg-Arena auch nicht. Mit einem 2:3 (14, -21, 23, -16, -14) gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg handelte sich der deutsche Meister nicht nur die ersten Heimniederlage der Saison ein, sondern verlor erstmals seit dem 28. Dezember 2016 (seinerzeit 2:3 gegen den VC Wiesbaden) wieder ein Bundesligaspiel vor heimischer Kulisse.

Dabei wäre jeder noch so gewiefte Buchmacher nach dem ersten Satz auf Wettangeboten für einen Gästesieg noch gnadenlos sitzengeblieben. Zu deutlich hatte der SSC zu dem Zeitpunkt die Partie im Griff. Beim klaren 25:14 profitierten die Raben sogar noch davon, dass der SSC nach seiner 24:10-Führung nicht mit letzter Konsequenz durchzog und so erst mit dem fünften Satzball den Schlussstrich zog.

Ein kurzer Abend und eine Top-Leistung wie beim 3:0 über Stuttgart elf Tage zuvor an gleicher Stelle schienen programmiert. Selbst der infektbedingte Ausfall von Greta Szakmáry fiel nicht ins Gewicht, da sie sich außen von Jelena Oluic zunächst blendend vertreten sah.

„Unsere Mannschaft hat im ersten Satz wirklich super gespielt“, resümierte hinterher SSC-Trainer Felix Koslowski – und setzte sichtlich bedient hinzu: „Doch dann haben wir unseren Rhythmus verloren und ihn bis zum Ende nicht mehr wiedergefunden. “

Zu passiv sei seine Mannschaft fortan gewesen, bemängelte der Coach, habe nur noch versucht, keine Fehler zu machen. Koslowski: „Unsere Aufschläge verloren an Aggressivität, wir haben schlecht angenommen, haben weder in der Feldabwehr noch im Block gut gearbeitet.“

Im Block gelangen ganze zwei Punkte – und die erst in der Schlussphase des Tiebreaks. Zum Vergleich: Die Raben verbuchten 14 (!) Punkte. Dabei war der Block zwei Tage zuvor im Testspiel gegen den polnischen Spitzenclub Chemik Police eine scharfe Schweriner Waffe gewesen…

Doch trotz der Defizite des Tages war der SSC bis zum 20:18 auch in Satz zwei auf Sieg gepolt, um ihn dann aber doch klar mit 21:25 aus der Hand zu geben. Und nach dem mühsamen 25:23 im dritten Durchgang, das Louisa Lippmann – auch diesmal SSC-Topscorerin – beim zweiten Satzball mit einem Longline-Lob zu ihrem 16. Punkt der Partie sicherstellte, war ein kollektives Aufatmen in der Arena zu spüren: „Na ja, wird doch…“

Da ahnte jedoch auch noch niemand, dass dies der drittletzte Zähler der Partie für Deutschlands Volleyballerin des Jahres 2017 bleiben würde. Einer kam noch im vierten Satz hinzu, einer im Tiebreak. Der Rest ihrer Angriffe wurde ein Raub des Raben-Blockes.

Nun heißt es für den SSC, die Niederlage schnell abzuhaken. Viel Zeit zum Grübeln haben die Mädels glücklicherweise nicht. Schon morgen steht das Rückspiel der Hauptrunde des europäischen CEV-Cups beim französischen Vertreter Rocheville Le Cannet an. Da gilt es, den 3:1-Hinspielerfolg von vor vier Wochen in den Achtelfinaleinzug umzumünzen.

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