2:3-Niederlage gegen Dresden : SCC-Volleyballerinnen verpassen Pokalfinale

<p>Trost und Kühlung: Louisa Lippmann brauchte nach der Partie besonderen Zuspruch für die Seele und die lädierte Schulter von Physiotherapeut Jens Ziegler. </p>
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Trost und Kühlung: Louisa Lippmann brauchte nach der Partie besonderen Zuspruch für die Seele und die lädierte Schulter von Physiotherapeut Jens Ziegler.

Schweriner Volleyballerinnen unterliegen wie schon im Punktspiel auch im Pokalhalbfinale in Dresden 2:3

prignitzer.de von
20. Dezember 2017, 20:38 Uhr

Tränen und enttäuschte Gesichter heute  Abend bei den Volleyballerinnen vom SSC Palmberg Schwerin. Trotz großem Kampf verpasste der deutsche Meister die Fahrkarte zum Pokalfinale nach Mannheim. Wie schon vor zwei Wochen im Bundesliga-Spiel mussten sich die Schützlinge von Trainer Felix Koslowski auch im Halbfinale des DVV-Pokals beim Dresdner SC knapp mit 2:3 (17, -23, 18, -21, -10) geschlagen geben. Die DSC-Damen werden nun   gegen Wiesbaden, das sich überraschend gegen Stuttgart durchsetzte, um den Pott spielen.

„Natürlich sind wir enttäuscht, dass es nicht fürs Finale gereicht hat, zumal wir so dicht dran waren. Sicher hat der Heimvorteil auch Dresden ein wenig geholfen.  Trotzdem haben wir alles gegeben und ich bin auch stolz auf Jelena, die ins kalte Wasser geworfen wurde und das wirklich gut gemacht hat“, fasste Denise Hanke ihre Gedanken zusammen.

Eine Hiobsbotschaft gab es aus Sicht der Schwerinerinnen bereits vor Beginn der Partie: Nationalspielerin Jennifer Gerties musste passen. Die 23-Jährige plagt sich mit einer Nasennebenhöhlenentzündung und einer Entzündung an der Stirn. Für sie rückte Jelena Oluic in die Startformation. Die Serbin fügte sich aber von Beginn an gut ein, bot insgesamt eine starke Leistung.

Die Schützlinge von Felix Koslowski starteten konzentriert  in die Partie. Mit druckvollen Aufgaben bereiteten sie den Gastgeberinnen große Probleme und ließen sie gar nicht ins Spiel kommen. Dazu punkteten die zur „Volleyballerin des Jahres“ gekürte Louisa Lippmann und eben auch Jelena Oluic aus sicherer Annahme zuverlässig.

Im zweiten Abschnitt kämpften sich die DSC-Damen langsam besser in die Partie, dabei brachte vor allem die eingewechselte Barbara Wezorke auf der Mitte viel Energie und Emotionen ins Spiel. Nun entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Gastgeberinnen am Ende knapp die Nase vorn hatten. Aber im dritten Abschnitt zog Schwerin mit einer starken Aufschlagserie von Greta Szakmary auf und davon. Erst nach der 12:3-Führung wachten die DSC-Damen auf. Angetrieben von Diagonalangreiferin Piia Korhonen starteten die Elbestädterinnen eine Aufholjagd, waren beim 13:15 wieder dran. Doch die Schwerinerinnen konnten im entscheidenden Moment noch einmal den Turbo zünden.

Im vierten Abschnitt wendete sich jedoch erneut das Blatt. Nun diktierte der Gastgeber das Geschehen auf dem Feld und erarbeitete sich eine 9:3-Führung. So schafften die Elbestädterinnen den Satzausgleich.

Wie schon vor zwei Wochen musste erneut der Tiebreak entscheiden. Und in den starteten die DSC-Damen dank einer stark aufspielenden Barbara Wezorke gleich mit einer 5:1-Führung. Zwar gaben die Koslowski-Schützlinge nicht auf, kamen auf 3:5 heran, aber beim letzten Seitenwechsel lagen die DSC-Damen erneut mit 8:4 in Front. Schwerin kämpfte weiter aufopferungsvoll, war beim 7:8 erneut dran. Aber in der entscheidenden Schlussphase leisteten sich die SSC-Damen einige leichte Fehler, während Dresden nun wie im Rausch spielte. Nach 121 Minuten verwandelten die Gastgeberinnen mit einem Block gegen Louisa Lippmann den ersten Matchball. Die SSC-Diagonalangreiferin erwies sich mit 20 Punkten dennoch als beste Schweriner Scorerin, gefolgt von Jelena Oluic (19), die zur „MVP“ gewählt wurde.  Bei den DSC-Damen war Piia Korhonen mit 26 Zählern die überragende Angreiferin. Ihr folgte Mittelblockerin Barbara Wezorke (17), die von Felix Koslowski auch zur „MVP“ gekürt wurde.  

Dresdner SC  - SSC Palmberg Schwerin 3:2 (-17, 23, -18, 21, 10)

SSC: Hanke, Oluic, Barfield, Lippmann, Szakmáry, Schölzel – Carocci; Alanko,  Bettendorf.

SR: Brommert/Barnstorf  (Rangsdorf/Berlin).  Z.: 3000.  Spieldauer: 121 (26, 27, 22, 31,  15) Min. Zwischenstände, 1. Satz: 6:8, 10:16, 14:21; 2. Satz: 7:8, 15:16, 21:20; 3. Satz: 3:8, 13:16, 15:21; 4. Satz: 8:2, 16:12, 21:18; 5. Satz:  8:4, 11:9.

Wertvollste Spielerin (MVP): Barbara Roxana Wezorke (Dresden) – Jelena  Oluic (Schwerin).

2. Halbfinale: Allianz MTV Stuttgart - VC Wiesbaden 1:3 (21, -19, -24, -19).

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