Volleyball : SSC mit Vollgas in den Europacup

Standen gestern Rede und Antwort (v. l.): SSC-Präsident Johannes Wieneck, Geschäftsführer Andreas Burkard, Trainer Felix Koslowski und Zuspielerin Denise Hanke.
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Standen gestern Rede und Antwort (v. l.): SSC-Präsident Johannes Wieneck, Geschäftsführer Andreas Burkard, Trainer Felix Koslowski und Zuspielerin Denise Hanke.

Schweriner Volleyballerinnen erwarten zum Auftakt im CEV-Pokal Frankreichs Vizemeister Le Cannet

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12. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Diese Europacupsaison wird anders für die Volleyballerinnen des SSC. Dreimal in Folge stand der aktuelle deutsche Frauenmeister im EC-Halbfinale – 2016 im CEV-Cup, dem zweithöchsten Europapokal, 2015 und 2017 eine Stufe darunter, im Challenge-Cup. In diesem Jahr geht es für den SSC wieder im CEV-Cup zur Sache. Und da ist gleich Vollgas statt wie in den Vorjahren ein sanftes Hineingleiten gegen schwächere Gegner angesagt, wenn sich zum Auftakt morgen um 19 Uhr in der Palmberg-Arena der französische Vertreter Rocheville Le Cannet vorstellt.

„Le Cannet ist Vizemeister Frankreichs – in einer Liga, die mit dem Niveau der Bundesliga vergleichbar ist“, umriss SSC-Trainer Felix Koslowski auf der gestrigen Pressekonferenz die Schwere der Aufgabe gegen die Südfranzösinnen, die wegen des Ausfalls ihres gestrigen Fluges erst heute in Schwerin eintreffen. Zudem habe Le Cannet noch im Oktober um den Einzug in die Champions League gespielt. Dabei scheiterte das Team zweimal mit 2:3 an Minchanka Minsk. „Das ist keine Schande. Minsk ist nahezu identisch mit der weißrussischen Nationalmannschaft“, sagte SSC-Scout Olaf Garbe.

Nach dem „Abstieg“ in den CEV-Cup hat sich Le Cannet übrigens mit den Kubanerinnen Dayami Sanchez Savon (Diagonal) und Rosanna Giel Ramos (Mittelblock) verstärkt und in der französischen Meisterschaft eine Siegesserie hingelegt. „Aber Le Cannet hat noch andere Kracher“, weiß Felix Koslowski: „Die erfahrene kroatische Außenangreiferin Matea Ikic hat in Italien gespielt. Deborah Ortschitt ist Frankreichs Top-Zuspielerin. Und Mittelblockerin Olena Hasanova aus Aserbaidshan kennen wir bestens von der EM…“, zählte Felix Koslowski auf.

Zuletzt war allerdings ein bisschen der Wurm drin bei den Damen von der Côte d’Azur, die aktuell mit je fünf Siegen und Niederlagen Liga-Fünfte sind. „Sie haben Verletzungssorgen, liefen immer wieder in anderer Formation auf“, sagte Felix Koslowski. „Wir sind gespannt, mit wem sie gegen uns spielen, gehen aber davon aus, dass sie mit der stärksten Truppe kommen. Aber egal, wir konzentrieren uns sowieso auf uns.“

Und da hat der SSC gut zu tun. Die Grippewelle hatte Außenangreiferin Jennifer Geerties und Diagonalspielerin Louisa Lippmann beinahe schon um den Einsatz am Sonnabend gegen Münster gebracht. Gestern meldeten sich neben Geerties mit Jelena Oluic eine zweite Außenangreiferin und zudem Mittelblockerin Lauren Barfield krank. Koslowski: „Ich hoffe, dass sie Mittwoch spielen können. Sonst haben wir Probleme. Wir haben vier Außenangreiferinnen, drei brauchen wir im Spiel, und wenn zwei krank sind…“

Doch auch wenn Martenne Bettendorf oder Libera Elisa Lohmann auf außen übernehmen oder der Coach noch ganz anders improvisieren müsste, ist das Ziel klar: „Wir wollen zu Hause gewinnen und das nach Möglichkeit mit drei Punkten (also mit 3:0 oder 3:1 – d. A.), um uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in vier Wochen zu erarbeiten“, sagte der Coach.

Seine Mädels braucht er für dieses Vorhaben nicht extra zu motivieren. „Für uns geht die Vorbereitung auf Le Cannet zwar erst heute mit Videos los. Aber die Mannschaft ist bereits etwas aufgeregt – positiv aufgeregt. Wir freuen uns darauf, dass wir uns mit einer guten Mannschaft messen können“, sagte Zuspielerin Denise Hanke gestern. Und auf Betriebstemperatur sind die SSC-Mädels nach dem 2:3 in Dresden und der letztlich noch mit 3:2 gegen Münster gelungenen Rehabilitierung sowieso.

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